Tolkien - Phänomen,
Erzähler, Lehrer, Sub-Creator
Essays,
Zusammenfassungen, Hintergründe
Die folgenden Aufsätze und
Essays sind dem Werk des Autors gewidmet.
Some day you will be old
enough to listen to fairy-stories again.
(C.S. Lewis)
Der "Herr der Ringe" und die
anderen Bücher rund um Mittelerde sind meiner Meinung nach
eines der faszinierendsten literarischen Universen aller
Zeiten. Es ist eine großartige, komplexe und schlüssige
ebenso wie geschlossene Erzählung. Dadurch wird sie aber
auch sehr voraussetzungsreich, wenn man sie in allen
Nuancen und Zügen genießen will. Deshalb stelle ich Dir auf
diesen Seiten ein paar Informationen zur Verfügung, die
vielleicht dafür sorgen, dass Sie die Bücher mit noch mehr
Spaß und auch ein bißchen mehr Ernst genießen können.
Bis auf die kurze Biographie Tolkiens von Roland W. Wiese
stammen alle Texte ausnahmslos von mir. Kritik kann also
nur mir gelten, nicht Tolkien und nicht den Autorinnen und
Autoren, die ich in den verschiedenen Zusammenhängen
zitiere.
Alle Rechte sind vorbehalten. Zitate sind ausdrücklich
erlaubt, ich erbitte mir dann nur einen schriftlichen
Nachweis per E-Mail.
Neben den hier aufgeführten Artikeln und Büchern bin ich im
Bereich Tolkien und Fanatsy außerdem seit der Gründung 2004
als Mitherausgeber der Jahrbuchreihe Hither Shore, der
wissenschaftlichen Zeitschrift der Deutschen
Tolkiengesellschaft tätig (externer Link auf Hither Shore). Des
Weiteren bin ich im wissenschaftlichen Beirat von
Walking Tree Publishers, einem der
wichtigsten Verlage mit Tolkienbezug und arbeite als
Mitherausgeber der Edition Stein und Baum, einer
Publikationsreihe für Literatur über Tolkien und moderne
Fantasy im Allgemeinen.
Die Vorträge, Aufsätze und Stories, die hier gesammelt
sind, bieten Ihnen als an Tolkien und der Fantasyliteratur
interessierter Leserin oder Leser hoffentlich ein paar
interessante Informationen. Auch die Tolkienkennerin, der
-kenner wird vielleicht ein oder zwei Aufsätze finden, die
ihr/sein Interesse wecken und - was mich dann wiederum
interessieren würde!- Widerspruch oder Zustimmung
hervorrufen. Für den Kenner werden die Aufsätze über die
Geschichte, die Rassen, die Sprachen von Mittelerde wohl
nicht so spannend sein.
Was man überhaupt davon hat, sich mit Tolkien, mit Fantasy
und solchem 'Märchenkrams 'zu beschäftigen? Michael Ende
schrieb einmal über Kinderbücher:
Ich bin der Überzeugung, daß ein Kinderbuch, gerade
wegen des vielen Drecks, der Lieblosigkeit, der
Häßlichkeit, die den Kindern heute von vorn und hinten
hineingeschopppt werden, seinen Lesern etwas bieten soll,
was sie schön finden und was sie lieben können. Nichts
anderes ist wichtig, denn nur davon können sich Kinder
seelisch ernähren. Ob ein solches Buch gut oder schlecht
ist, läßt sich ausschließlich nach künstlerischen und
poetischen Maßstäben beurteilen. Ganz und gar gleichgültig
ist es jedenfalls, ob sein Inhalt im Sinne jener
phantasielosen Realismus-Apostel »Wirklichkeit« darstellt.
Auch die Puppe und das Bärchen, denen Kinder ihre ganze
Zärtlichkeit zuwenden, sind ja nach dem kümmerlichen
Wirklichkeitsbegriff jener Leute nichts als ein paar Hände
voll Sägemehl und ein bißchen Stoff und müßten den Kindern
mithin besser weggenommen oder wenigstens »entzaubert«
werden, indem man sie aufspießt und unter ein Auto legt, um
ihren Besitzern deren »wirkliche« Beschaffenheit zu
demonstrieren und sie zu realistischen, illusionsfreien
Menschen zu erziehen (Michael Ende: Michael Endes
Zettelkasten, S. 156).
Genau das lässt sich von Fantasy auch sagen!
Ich freue mich auf Reaktionen!
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