<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.loghound.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.loghound.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518</id><updated>2013-05-28T12:33:44.975+02:00</updated><category term='inside polyoinos'/><category term='Meinung'/><category term='Wissen + Spekulation'/><category term='Phantastik'/><title type='text'>polyoinos - Blog</title><subtitle type='html'>Mit Worten Welten schaffen ...</subtitle><link rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.phpfeeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http:///www.polyoinos.de/blog/start_files/blogRSS.php'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php'/><link rel='hub' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6215728839868214518/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25&amp;orderby=published'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>187</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-3512706509797634865</id><published>2013-05-28T11:48:00.000+02:00</published><updated>2013-05-28T12:33:44.990+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Splatter in Mittelerde, Vortrag auf dem Tolkien-Tag in Geldern</title><content type='html'>Am vergangenen Wochenende war wieder &lt;a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/10022/tolkien-tag-niederrhein-mit-neuer-location-im-dorf-des-drachen/" rel="external"&gt;Tolkien-Tag in Pont bei Geldern am Niederrhein&lt;/a&gt;, und zwar erneut ein Rekord-Tolkien-Tag mit mehr Besuchern als je zuvor &amp;hellip; Und das mitten auf dem platten - aber unheimlich charmanten - Land. Danke Pont!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="orks" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/orks.jpg" width="500" height="283" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;Der Tag fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt; hier die Herren von der Security.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Ich habe dort erstmals auf Deutsch die Ergebnisse meiner Gewaltstudie von &lt;em&gt;Der Herr der Ringe&lt;/em&gt; vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Inhaltsanalyse von Buch und Film, die s&amp;auml;mtliche 433.000 W&amp;ouml;rter des Buches und 39.000 Sekunden des Filmes miteinander vergleicht und den jeweiligen Gehalt von gewaltfreien und gewalthaltigen Darstellungen einander gegen&amp;uuml;berstellt. Und da kam einiges heraus, was mich trotz recht guter Kennerschaft von Buch und Film nicht schlecht &amp;uuml;berraschte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So handelt es sich bei der Ringerz&amp;auml;hlung zwar um die Story des "Gro&amp;szlig;en Ringkrieges", wie ihn auch Tolkien selbst einmal bezeichnete - doch auf das ganze Buch bezogen gibt es nur einen Gewaltanteil von 20 Prozent, w&amp;auml;hrend vier F&amp;uuml;nftel der Geschichte gewaltfrei sind. Das h&amp;auml;tte ich so nicht gedacht. Und auch nicht, dass Jackson dieses Verh&amp;auml;ltnis nicht umkehrt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nein, in der Verfilmung gibt es zwar mehr Action und Gewalt, doch 59 Prozent, also fast zwei Drittel seiner Filme, sind ebenfalls gewaltfrei. Dabei liest und h&amp;ouml;rt man immer wieder, dass Jackson ein reines Schlachtenget&amp;uuml;mmel angerichtet habe - mitnichten. Und selbst die Verschiebung hin zu mehr Gewalt ist vielfach dem Unterschied der Erz&amp;auml;hlweisen von Film und Buch geschuldet, wie im einleitenden Medientheorieteil des Vortrags erkl&amp;auml;rt wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Artikel mit den Studienergebnissen wird im n&amp;auml;chsten &lt;em&gt;&lt;a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/publikationen/hither-shore/" rel="external"&gt;Hither Shore&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.tolkiengesellschaft.de/publikationen/hither-shore/" rel="external"&gt;, dem Jahrbuch der Deutschen Tolkiengesellschaft,&lt;/a&gt; erscheinen, doch damit auch erst in ungef&amp;auml;hr einem Jahr und auch nur auf Englisch. Falls ich Ihr Interesse geweckt habe, stelle ich deshalb &lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../styled/index.html" rel="external" title="Downloads"&gt;hier die Folien des Vortrags als PDF zur Verf&amp;uuml;gung&lt;/a&gt; sowie einen Link zu dem 55-min&amp;uuml;tigen Videomitschnitt von Vortrag und gro&amp;szlig;en Teilen der anschlie&amp;szlig;enden Diskussion, der sich auf YouTube findet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/o9xPjG5qC28?version=3&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="360" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film zeigt die Folien leider nicht, doch ich denke, man versteht die Ergebnisse auch so. Sonst legen Sie sich einfach das oben verlinkte PDF der Folien dazu, und Sie haben den vollen &amp;Uuml;berblick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spa&amp;szlig; beim Reinschauen :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3512706509797634865' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3512706509797634865' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3512706509797634865'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3512706509797634865'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3512706509797634865' title='Splatter in Mittelerde, Vortrag auf dem Tolkien-Tag in Geldern'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-6404542532662302152</id><published>2013-05-07T20:53:00.000+02:00</published><updated>2013-05-07T21:25:30.458+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Rohdaten der Gewaltstudie stehen zum Download bereit</title><content type='html'>Am 26. April haben Tobias Hock die Ergebnisse unserer Vergleichsstudie "Splatter in Middle-earth" auf dem Tolkien-Seminar in Aachen vorgestellt. Dabei ging es um einen Vergleich der Gewalt- und NIchtgewaltanteile in "Lord of the Rings" als Buch und als Verfilmung von Peter Jackson.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="399587_4019598068181_469106427_n" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/399587_4019598068181_469106427_n.jpg" width="480" height="404" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Es zeigte sich, dass die Verfilmung gewalt- und actionhaltiger ist als das Buch, dass es aber Weitem nicht so uns&amp;auml;glich viel mehr Blut im Film zu sehen gibt als im Buch erz&amp;auml;hlt wird. Das ist interessant, weil Jackson oft vorgeworfen wird, dass er aus dem Herrn der Ringe eine reine Gewaltorgie gemacht habe. Ist aber gar nicht so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die unseren Ergebnissen zugrundeliegenden quantitativen Daten stehen jetzt hier auf polyoinos zum Download bereit. Unter &lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../resources/lotr_ca_book_and_mov.xls" rel="self"&gt;diesem Link&lt;/a&gt; oder per Klick auf den Downloadbereich rechts finden Sie eine Excel-Tabelle mit den Rohdaten und einigen wenigen deskriptiven Basisergebnissen. Die Datei enth&amp;auml;lt die Z&amp;auml;hlung und inhaltliche Zuordung eines jeden Satzes des Buchs und jeder Szene der dreiteiligen Extended BluRay-Version. Sie ist also weniger zum Nachlesen der Ergebnisse gedacht - die als Aufsatz in Hither Shore 2014 erscheinen werden (evtl. vorher eine Zusammenfassung auch hier auf polyoinos) - als vielmehr f&amp;uuml;r den eigenen wissenschaftlichen Gebrauch, zum Selberrechnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Rohdaten k&amp;ouml;nnen Sie eigene Berechnungen anstellen, etwa zur Komposition von Film und Buch, indem Sie den Aufbau der Storyline oder den Einsatz von Spannungsb&amp;ouml;gen anhand kategorisierter Inhalte verfolgen oder f&amp;uuml;r tausend andere Sachen. Sollten Sie das Material benutzen und irgendetwas mit Hilfe der Daten publizieren, so brauchen Sie dazu keine Erlaubnis einzuholen; aber eine Mail an mich w&amp;auml;re sch&amp;ouml;n, denn ich bin auf jedes Ergebnis gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Datei ist nach etwas Einlesen wohl recht gut selbsterkl&amp;auml;rend, aber nat&amp;uuml;rlich k&amp;ouml;nnen Sie sich auch gerne an mich wenden, falls Sie irgendwo etwas nicht nachvollziehen k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The raw data of Tobias Hock&amp;acute;s and my study "Splatter in Middle-earth", which scrutinized the amount of violent and non-violent content in "Lord of the Rings" and the movies Peter Jackson made of it are now available as Excel-sheet &lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../resources/lotr_ca_book_and_mov.xls" rel="self"&gt;right here&lt;/a&gt;. Feel free to use it for your own studies but please let me know every result you may achieve on this basis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6404542532662302152' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6404542532662302152' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6404542532662302152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6404542532662302152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6404542532662302152' title='Rohdaten der Gewaltstudie stehen zum Download bereit'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-728588334593136120</id><published>2013-04-29T12:55:00.000+02:00</published><updated>2013-04-29T13:24:20.799+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Im Fluss der Geschichten - Gedanken über Kreativität und Adaption nach der Tolkien-Konferenz in Aachen 2013</title><content type='html'>Das Tolkien-Seminar 2013 ist beendet; eine wieder einmal sehr gelungene Reihe sch&amp;ouml;ner Vortr&amp;auml;ge rund um das Thema &amp;bdquo;Adaptionen von Tolkiens Werken&amp;ldquo;. F&amp;uuml;r mich hat sich als wesentlicher Eindruck das Gef&amp;uuml;hl noch einmal deutlich verst&amp;auml;rkt, dass wir Menschen in einem unaufl&amp;ouml;slichen Fluss von Geschichten stehen, gespeist von vielen Erz&amp;auml;hlerinnen und Erz&amp;auml;hlern, aus denen manche herausragen, wie Tolkien, die aber alle davon abh&amp;auml;ngig sind, sich von dem Fluss zu n&amp;auml;hren, zu dem sie wiederum beitragen. Letztlich ist es ein Kreislauf der Kreativit&amp;auml;t.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kosmos der Tolkien-Adaptionen ist so gro&amp;szlig;, dass es mir eine ganz besondere Freude war, von vielen kenntnisreichen Kolleginnen und Kollegen kundig hindurchgef&amp;uuml;hrt zu werden. Musik, Rollenspiel in allen Facetten, Kino, Fanfiction, H&amp;ouml;rspiel und die literarischen Nachfolger wurden behandelt ... und alles lief auf den gemeinsamen Nenner hinaus, dass alle auf der gleichen Reise sind, denselben Fluss befahren. Genau wie Tolkien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="johnstone_slide-1" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/johnstone_slide-1.jpg" width="480" height="305" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;(Foto einer Folie aus der Pr&amp;auml;sentation von Jay Johnstone)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Ein nettes Bonmot &amp;ndash; ich wei&amp;szlig; leider nicht mehr, wer es einwarf &amp;ndash; nannte Tolkien einen &amp;bdquo;Multiplagiator&amp;ldquo;, da er schlie&amp;szlig;lich zig Sagenkreise gepl&amp;uuml;ndert habe, um sein Legendarium zur Welt zu bringen. Das ist nat&amp;uuml;rlich nicht mit abschreibenden Politikern zu  vergleichen, sondern weist stattdessen darauf hin, dass kein Mensch eine Insel ist, und dass es sich eben einfach nicht unbeeinflusst erz&amp;auml;hlen l&amp;auml;sst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Diskussionen weise ich in diesem Zusammenhang gerne auf einen Zeitgenossen Goethes hin, den Venezianer Carlo Gozzi, der sagte, dass es nur 36 Motive g&amp;auml;be, die das Drama darstellten k&amp;ouml;nne. Man mag sich &amp;uuml;ber die genaue Anzahl trefflich streiten k&amp;ouml;nnen, aber der Kern der Aussage ist v&amp;ouml;llig richtig, dass es nur eine &amp;uuml;berschaubare Anzahl von Themen gibt, f&amp;uuml;r die sich der Mensch interessiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das liegt, wie Sie wissen, nat&amp;uuml;rlich daran, dass es nur eine &amp;uuml;berschaubare Anzahl von Themen gibt, die uns betreffen und eine noch geringere, die uns intellektuell und emotional mitrei&amp;szlig;en. Und im Bereich der Erz&amp;auml;hlungen, im Bereich der erfundenen Handlungen und Welten, ist das der alles &amp;uuml;berragende Grund, warum wir uns mit solchen &amp;sbquo;L&amp;uuml;gen&amp;rsquo; besch&amp;auml;ftigen: Wir wollen gepackt und mitgerissen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind Geschichten von Liebe und Freundschaft, von Feindschaft und Hass, von Treue und Verrat, von Opferbereitschaft und Feigheit, von Unterdr&amp;uuml;ckung und Rebellion, von Rettung und Verlust, von Verdammnis und Erl&amp;ouml;sung, vom Guten und vom B&amp;ouml;sen, die das bewirken und die man sich in immer neuen Zusammenstellungen seit den Lagerfeuern der Fr&amp;uuml;hzeit erz&amp;auml;hlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einst, vor der Romantik ab dem ausgehenden achtzehnten Jahrhundert, waren es die Erz&amp;auml;hlung und ihr Inhalt, die im Mittelpunkt standen, und weniger ihre Urheber, auch wenn ein flotter altgriechischer oder fr&amp;uuml;hneuzeitlicher Trag&amp;ouml;dien- und Kom&amp;ouml;dienschreiber schon zum Star auf der Agora und im Theater aufsteigen konnte. Seine Geschichten fanden jedoch gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Beachtung als er, und das ist auch in Zeiten der Verehrung alter und neuer Dichtergr&amp;ouml;&amp;szlig;en heute nicht so anders. Das hat Thomas Fornet-Ponse in seinem Vortrag zu recht sch&amp;ouml;n hervorgehoben. Ehre wem Ehre geb&amp;uuml;hrt: Aber die fruchtbare Auseinandersetzung findet mit dem Stoff statt, w&amp;auml;hrend andere Schwerpunkte oft nicht viel mehr als eitle Schaumschl&amp;auml;gereien sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Topic first, m&amp;ouml;chte man sagen, und gerade in der Fantasy kann man einen gro&amp;szlig;en Teil der Motive zwar auf Tolkien zur&amp;uuml;ckf&amp;uuml;hren, findet aber in ihm doch &amp;sbquo;nur&amp;rsquo; den gro&amp;szlig;en Kompilator, der Motive, die auf ihn &amp;uuml;bergegangen waren, neu verkn&amp;uuml;pfte. Was die ihn Adaptierenden also machen, ist nicht viel anders als das, was er tat. Auf der Konferenz in Jena wurden Untersuchungen vorgestellt, die sich genau damit befassten, was wir heute mit unserem Tolkien so alles anstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da inspiriert er K&amp;uuml;nstler wie den Briten Jay Johnstone, dessen Bilder diesen Blogbeitrag abrunden, zu eigenst&amp;auml;ndigen Kunstwerken, die Tolkien zwar aufnehmen, ihn aber auch transformieren und neue wie alte Motive zu innovativem Ausdruck bringen, wenn orthodoxe Ikonographie pl&amp;ouml;tzlich Anwendung auf den tolkienschen Mythos und den ihm unterliegenden Sagenkreis findet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="johnstone-3" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/johnstone-3.jpg" width="480" height="255" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;(Beren und Luthien; &amp;copy; Jay Johnstone)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Viele andere Tolkienbegeisterte erz&amp;auml;hlen oder spielen einfach nur nach, was Tolkien vorgab, und das ist genauso legitim wie die Transformation. Und mancher heutzutage Kreative greift schon in zweiter Generation auf Tolkieneskes zu, mischt es noch munterer als die Vorg&amp;auml;nger mit anderem und so wird die Spur, die Tolkien im Fluss der Geschichten hinterl&amp;auml;sst wieder d&amp;uuml;nner, sie verw&amp;auml;ssert durch Vermischung und bleibt dabei umso mehr der immer gleiche alte Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das zu bedauern? Ich denke nicht. Tolkien wird der ber&amp;uuml;hmte Tolkien bleiben, auch wenn seine Einfl&amp;uuml;sse immer breitere Schichten von Erz&amp;auml;hlern beeinflussen, die diesen Einfluss gar nicht mehr auf den Professor zur&amp;uuml;ckf&amp;uuml;hren, weil sie ihn vermittelt aufnahmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wird auf den ersten Blick vielleicht etwas verwischt werden, wenn machtvolle Adaptionen wie die Jackson-Verfilmung auf das unschuldige Buch zur&amp;uuml;ckwirken, etwa, indem die Designs der Kost&amp;uuml;m- und Setbildner zunehmend die Bilder von Mittelerde und seinen V&amp;ouml;lkern in unseren K&amp;ouml;pfe bestimmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beitr&amp;auml;ge seitens Tolkien adaptierender Menschen schaffen oftmals auch Verbindungen zwischen dem Original und den hinzugef&amp;uuml;gten Dingen, die urspr&amp;uuml;nglich gar nicht bestanden. Sp&amp;auml;ter werden diese Verbindungen dann aber als organisch wahrgenommen, so dass man glaubt, sie geh&amp;ouml;rten schon immer dazu. Tobias Escher hat das in seinem Vortrag sehr eindr&amp;uuml;cklich an dem Beispiel verdeutlicht, wie stark mittlerweile Folkmusik und Mittelerde zusammengeh&amp;ouml;ren (zusammen zu geh&amp;ouml;ren scheinen?), ohne dass jene urspr&amp;uuml;nglich irgendetwas mit Mittelerde zu tun hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dadurch geht aber Tolkien doch nicht unter! Ein Blick zur&amp;uuml;ck ins Buch f&amp;uuml;hrt uns immer wieder zuverl&amp;auml;ssig zu unserem Professor zur&amp;uuml;ck. Ein paar Schritte, vielleicht auch mal eine kleine Wanderung den Fluss hinauf, Richtung Vergangenheit, bringt uns zuverl&amp;auml;ssig wieder zu jener machtvollen Stromschnelle J.R.R. Tolkien, die den Fluss immer st&amp;auml;rker pr&amp;auml;gen wird als er von uns vielen kleinen Kiesel am Ufer gepr&amp;auml;gt wird, die nichtsdestotrotz den weitaus gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Teil des Flusses bilden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass des Professors Einfl&amp;uuml;sse nicht mehr so &amp;uuml;berdeutlich wahrzunehmen sind, dass manches, was seiner Kreativit&amp;auml;t geschuldet ist, aus Unkenntnis anderen zugeschrieben werden wird, dass er durch die Verw&amp;auml;sserung ein wenig verblassen wird &amp;ndash; das ist allenfalls ein bisschen schade, aber keine Katastrophe. Und es traf schon ganz andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Aachener Gastgeber, der Shakespeare-Experte Professor Peter Wenzel, berichtete nach Anh&amp;ouml;ren aller Vortr&amp;auml;ge, dass er bez&amp;uuml;glich der Adaptionen Tolkiens starke &amp;Auml;hnlichkeiten zu der sehr viel &amp;auml;lteren Adaptionsgeschichte Shakespeares sehe. Und viele, viele Ideen sowie manch gefl&amp;uuml;geltes Wort, das 400 Jahre sp&amp;auml;ter noch immer in aller Munde ist, ist f&amp;uuml;r die Mehrheit der Menschen nicht mehr als Wort Shakespeares erkennbar. So what? Es sind die Ideen und die Geschichten, die weiterleben. Und diese haben &amp;ndash; bei allem n&amp;ouml;tigen Respekt &amp;ndash; den Vorrang vor ihren Erfindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="johnstone-1" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/johnstone-1.jpg" width="480" height="321" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;(Beren und Huan auf der Jagd nach Carcharoth; &amp;copy; Jay Johnstone)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Denn diese Erfinder &amp;ndash; selbst die genialischsten Wortschmiede unter ihnen &amp;ndash; lebten doch auch nur von dem, was sie geh&amp;ouml;rt oder gelesen haben. Sie sind auch nur ein Teil des Flusses, wenn sie auch besonders starke Stromschnellen unter all seinen M&amp;auml;andern und Schlaufen darstellen, die den Flusslauf st&amp;auml;rker pr&amp;auml;gen als die allermeisten anderen Erz&amp;auml;hlerinnen und Erz&amp;auml;hler. Auch die Genies standen schon auf den Schultern derer, die vor ihnen kamen und es ihnen erst erm&amp;ouml;glichten, auf nahezu perfekte Weise zu erz&amp;auml;hlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Romantik war Zeit ihres Wirkens auf der Suche nach dem Genius, von dem sie sich Befreiung aus dem Jammertal der Realit&amp;auml;t versprach. Meine vielleicht noch etwas vage und eventuell unzureichend durchdachte Vermutung ist, dass dieser Genius wir alle sind. Wir sind uns dann letztlich alle doch als biologische Einheiten wie auch als potenziell spirituelle Entit&amp;auml;ten einfach zu &amp;auml;hnlich, um allzu gro&amp;szlig;e Unterschiede zwischen uns belegen zu k&amp;ouml;nnen. Uns ber&amp;uuml;hrt allemal das Gleiche und deshalb erz&amp;auml;hlen wir uns das Gleiche, vertonen es oder bannen es auf Leinwand oder fixieren es in Skulptur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das gilt ganz besonders da, wo wir Tr&amp;auml;ume und Hoffnungen erleben und zu ihnen beitragen. Das muss nicht immer darin bestehen, dass Notenbl&amp;auml;tter beschrieben oder Schreibprogramme gef&amp;uuml;ttert werden. Stefanie Bauer berichtete uns davon, wie Rollenspieler durch ihr Spiel und kreatives Reenactment ebenfalls Zweitsch&amp;ouml;pfung betreiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist &amp;ndash; das hat Steffie nicht gesagt, also bezichtigen Sie bitte mich eventueller &amp;Uuml;bertreibung &amp;ndash; exakt das Gleiche wie das, was Tolkien tat. Er tat es elaborierter und auch &amp;auml;sthetisch wirksamer als es den meisten von uns gegeben ist, aber was das kreative Moment an sich angeht, gibt es keine prinzipiellen Unterschiede zwischen dem unidentifizierbaren Jedermann und den gro&amp;szlig;en Kreativen, die in der Schule gelehrt werden oder deren Werke auf Auktionen f&amp;uuml;r Zigmillionen den Besitzer wechseln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich erz&amp;auml;hlen wir alle einander immer nur Geschichten. Auch wenn wir malen und musizieren. Auch wenn wir (rollen-)spielen. Selbst wenn wir allein sind (heute vielleicht vor dem Offline-Computerspiel, aber in gewisser Weise seit Jahrhunderten schon, wenn wir lesen) h&amp;ouml;ren und erz&amp;auml;hlen wir Geschichten, weil wir dann selbst dann nicht allein sind, wenn wir allein sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teil eines gro&amp;szlig;en Flusses, der das menschliche Leben adaptiert ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="johnstone-2" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/johnstone-2.jpg" width="319" height="480" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;(Galadriel; &amp;copy; Jay Johnstone. &lt;br /&gt;Alle Fotos zeigen Bilder von Jay Johnstone, die ich mit seiner freundlichen Genehmigung ver&amp;ouml;ffentliche. Mehr zum K&amp;uuml;nstler finden Sie &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;&lt;a href="http://www.jaystolkien.com/" rel="external"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=728588334593136120' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=728588334593136120' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=728588334593136120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=728588334593136120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=728588334593136120' title='Im Fluss der Geschichten - Gedanken über Kreativität und Adaption nach der Tolkien-Konferenz in Aachen 2013'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-5532283623696998513</id><published>2013-04-21T10:26:00.000+02:00</published><updated>2013-04-21T10:43:17.989+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>polyoinos ist abiturrelevant</title><content type='html'>Stehen Sie kurz vor dem Abitur? Na, dann bleiben Sie mal sch&amp;ouml;n hier auf meinen Seiten, denn die k&amp;ouml;nnten abgefragt werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat steht Text von mir seit Kurzem zwischen den &amp;uuml;blichen Pr&amp;uuml;fungsverd&amp;auml;chtigen, wie Dichtung und Wahrheit, Woyzeck oder Danziger Trilogie, wie ich durch die Mail eines Abiturienten aus Mecklenburg-Vorpommern erfuhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der junge Mann schrieb mir, dass &lt;a href="http://www.phantastik-couch.de/aexte-am-stamm-der-moderne-fantasy-und-romantik.html" rel="external"&gt;"&amp;Auml;xte am Stamm der Moderne" &lt;/a&gt;Grundlage seiner Abiklausur in Deutsch gewesen sei, und wollte nun wissen, ob seine Interpretation, die er mir knapp schilderte, zutreffend sei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne diese Mail w&amp;auml;re ich der Sache gar nicht gewahr geworden, denn mich hat niemand aus Schule oder Ministerium gefragt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet f&amp;uuml;r den Pr&amp;uuml;fling dann leider auch, dass seine in meinen Augen plausible Interpretation vielleicht gar nicht  so gut ankommen wird, denn was wei&amp;szlig; ich im Vergleich zu einem Lehrer oder Ministerialbeamten denn schon davon, was ich meine? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht gibt es 15 Punkte ja auch nur, wenn man die Fantasy als degenerierten Nachkommen der Romantik identifiziert, deren Apologeten es allenfalls zum abgehalfterten freien Lektor bringen &amp;hellip;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="goethwein" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/goethwein.jpg" width="472" height="397" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber eigentlich freut es mich nat&amp;uuml;rlich sehr, dass meine Arbeit wahrgenommen wird und es aus dem universit&amp;auml;ren Umfeld und den Fantasy-Fans jetzt sogar bis in die Schule geschafft hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin auch immer bereit, Schulen zu besuchen und mich an Unterrichtsprojekten zu beteiligen. Schicken Sie mir einfach eine Mail :-) Und ansonsten bedienen Sie sich einfach aus den hier unter CC-Lizenz ver&amp;ouml;ffentlichten Texten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5532283623696998513' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5532283623696998513' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5532283623696998513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5532283623696998513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5532283623696998513' title='polyoinos ist abiturrelevant'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-4345535573731697513</id><published>2013-04-04T14:32:00.000+02:00</published><updated>2013-04-04T14:53:56.473+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Wortpate für "Phantastik"</title><content type='html'>Neulich wurde ich der sch&amp;ouml;nen Idee der &lt;a href="http://www.wortpatenschaft.de" rel="external"&gt;Wortpaten&lt;/a&gt; gewahr. Das ist eine Initiative unter anderem des &lt;a href="http://www.vds-ev.de/" rel="external"&gt;Vereins Deutsche Sprache e. V.&lt;/a&gt;, die versucht, mit Hilfe der Wortpaten ein st&amp;auml;rkeres Bewusstsein f&amp;uuml;r das Deutsche und seine Sch&amp;ouml;nheiten sowie seine enorme Ausdruckskraft zu schaffen. Das unterst&amp;uuml;tze ich doch gerne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wer bitte sch&amp;ouml;n - das sei mir in aller Unbescheidenheit zu fragen erlaubt - w&amp;auml;re wohl geeigneter als ich, zum Paten f&amp;uuml;r das Wort "Phantastik" zu werden? Es ist schlie&amp;szlig;lich das Genre, das einen sehr gro&amp;szlig;en Teil meines Lebens bestimmt und dem ich mich forschend, vortragend, schreibend und lektorierend seit Jahrzehnten widme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="wortpate_phantastik_500x700" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/wortpate_phantastik_500x700.jpg" width="500" height="699" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine sch&amp;ouml;ne Sache, eine Wortpatenschaft zu &amp;uuml;bernehmen, und die Kosten daf&amp;uuml;r beginnen bei 19 Euro; eine sinnvolle einmalige Spende f&amp;uuml;r ein gutes Projekt. Infos finden Sie unter dem Link auf die Wortpaten oben &amp;uuml;ber dem Bild.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4345535573731697513' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4345535573731697513' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4345535573731697513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4345535573731697513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4345535573731697513' title='Wortpate für &amp;quot;Phantastik&amp;quot;'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-483711779057451135</id><published>2012-04-30T20:15:00.000+02:00</published><updated>2012-04-30T20:38:02.981+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Honorary Doctorship</title><content type='html'>Im Rahmen des Tolkien-Seminars an der Friedrich-Schiller-Universit&amp;auml;t zu Jena wurde mir am vergangenen Samstag der Doctor of Philosophy (Honoris Causa) der Dwarvish University of the Blue Mountains f&amp;uuml;r langj&amp;auml;hrige au&amp;szlig;erordentliche "Services to the Tolkien Community" verliehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="IMG_20120430_134415" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/img_20120430_134415.jpg" width="519" height="389" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte nicht die geringste Ahnung davon und bin schlicht &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich ist das kein normaler Dr. h.c., aber die Ehrung wird mit der gleichen Ernsthaftigkeit vorgenommen und ist wirklich eine solche - eben eine besondere Ehre, &amp;uuml;ber die ich mich unglaublich freue. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichen Dank dem Committee!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=483711779057451135' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=483711779057451135' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=483711779057451135'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=483711779057451135'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=483711779057451135' title='Honorary Doctorship'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-7824503348703792666</id><published>2012-03-01T12:42:00.000+01:00</published><updated>2012-03-01T13:03:27.287+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Vom Wert der Übertreibungen</title><content type='html'>Das hervorstechendste Wesensmerkmal der Phantastik sind gar nicht diese ollen Monstren, Raumschiffe und Zauberer an sich. Hervorstechend ist vielmehr die &amp;Uuml;bertreibung, die sich in diesen Bildern vom Monster und vom Zauberer ausdr&amp;uuml;ckt. Nur ziehe ich vor, aus dem negativen Begriff der &amp;Uuml;bertreibung die Zuspitzung zu machen. Die Phantastik spitzt in ihren Berichten vom Unm&amp;ouml;glichen zu und bringt die Dinge auf den Punkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am eindeutigsten ist dies in der Science Fiction zu sehen. Wenn in der SF beispielsweise technische M&amp;ouml;glichkeiten skizziert werden, indem eine Geschichte von einem Unsterblichkeitsserum berichtet, so wird anhand dieses mehr oder weniger abwegigen Beispiels beim Leser oder Zuschauer das nicht im Geringsten abwegige Nachdenken um den Sinn und Wert des Lebens und des Sterbens angesto&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auch die Zuspitzungen der Fantasy bringen Dinge auf den Punkt, die im realen Leben von Bedeutung sind. Wenn etwa eine Fantasygeschichte ganz selbstverst&amp;auml;ndlich davon ausgeht, dass der Mensch eine unsterbliche Seele hat und diese ganz konkreten Gefahren ausgesetzt ist, so kann das Fragen im Bereich des Glaubens ebenso aufwerfen wie im Bereich der Psychologie und der pers&amp;ouml;nlichen ethischen Einstellungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="CIMG1334 - Arbeitskopie 2" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/cimg1334---arbeitskopie-2.jpg" width="340" height="324" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Die Bedeutung der &amp;Uuml;bertreibung in der Phantastik besteht nicht darin, von Todesstrahlen zu erz&amp;auml;hlen, die ganze Welten ausradieren k&amp;ouml;nnen und auch nicht darin, von muskelbepackten K&amp;auml;mpfern zu berichten, die einen rasenden Stier mit der linken Hand niederringen. Der Sinn der &amp;Uuml;bertreibung besteht darin, Situationen zuzuspitzen wie sie in der Realit&amp;auml;t nicht vorkommen k&amp;ouml;nnen und Spotlights zu entz&amp;uuml;nden, die Sachverhalte ausleuchten, um daraus Schl&amp;uuml;sse ziehen zu k&amp;ouml;nnen, die in der Realit&amp;auml;t Bedeutung annehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss allerdings einr&amp;auml;umen, dass man den obigen Absatz in der Tat vor allem einer ganzen Reihe von Regisseuren und Autoren ins Stammbuch schreiben sollte, die den Hokuspokus gedankenlos, nach&amp;auml;ffend, phantasiearm, oberfl&amp;auml;chlich und um seiner selbst willen einsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spotlights entz&amp;uuml;nden zu wollen, steht im Mittelpunkt der phantastischen Erz&amp;auml;hlung. Und dazu eignen sich B&amp;uuml;cher, Filme oder auch Computerspiele aus dem Bereich der Phantastik besser als alle anderen Genres. In der Phantastik besteht n&amp;auml;mlich die M&amp;ouml;glichkeit, sich von den Vorgaben der realen Welt zu l&amp;ouml;sen und eigene Welten zu erschaffen. Welten, die genau so eingerichtet sind, wie es die Autoren f&amp;uuml;r ihre Erz&amp;auml;hlzwecke haben m&amp;ouml;chten. Der britische Dichter W. H. Auden sagte &amp;uuml;ber die Welten, die die Phantasten erschaffen: &amp;bdquo;Aus ihnen k&amp;ouml;nnen wir alle Dinge verbannen, die wir nicht f&amp;uuml;r heilig, wichtig oder zauberhaft halten&amp;ldquo; (Auden 44, meine &amp;Uuml;bersetzung). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich m&amp;uuml;ssen die Autorinnen und Autoren dabei in einem glaubw&amp;uuml;rdigen Rahmen bleiben, und das erreichen sie nur, wenn sie sich an Prinzipien der Logik, der Folgerichtigkeit und der Nachvollziehbarkeit orientieren, wie wir sie aus der Realit&amp;auml;t kennen. F&amp;uuml;r ihre Geschichten gilt allgemein, was ich schon zur Fantasy sagte: Innerhalb der Geschichten besteht ein Wahrheitsanspruch, die Geschichten m&amp;uuml;ssen in sich stimmig sein. Dann aber stehen ihre  Handlungen zwar au&amp;szlig;erhalb des vergleichsweise engen Rahmens den unsere Realit&amp;auml;t bietet, aber ihre phantastischen Metaphern, ihre irrealen Zuspitzungen stehen f&amp;uuml;r Probleme und Erfahrungen, die wir aus der Realit&amp;auml;t kennen und leuchten diese aus. Und die &amp;Uuml;bertreibung bildet den Scheinwerfer, die Zuspitzung ist das Flutlicht, das unser Denken mit neuen Ideen &amp;uuml;berschwemmt &amp;hellip;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser kleine Text ist einem Vortrag entnommen, den ich morgen halte. In diesem Sinne, bis morgen Abend, Freitag, 2.3.2012, 18 Uhr, Buchhandlung Lehmkuhl in Witten, Marktstra&amp;szlig;e 5: Vortrag, &lt;a href="http://www.lehmkul-witten.de/index.php?view=details&amp;id=3%3AFantasy+und+andere+Wolkenkuckucksheime&amp;option=com_eventlist&amp;Itemid=21" rel="external"&gt;Fantasy und andere Wolkenkuckucksheime&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824503348703792666' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824503348703792666' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824503348703792666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824503348703792666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824503348703792666' title='Vom Wert der Übertreibungen'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-7853375893528544324</id><published>2012-02-17T11:34:00.000+01:00</published><updated>2012-02-17T11:46:04.413+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Der Wortlaut jener Rede von Angela Merkel zum Rücktritt von Christian Wulff, die sie dann doch nicht hielt</title><content type='html'>Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mit gro&amp;szlig;em Bedauern nehme ich mal wieder den R&amp;uuml;cktritt eines Bundespr&amp;auml;sidenten zur Kenntnis. Er war doch ganz nett. Und h&amp;uuml;bsch anzuschauen &amp;hellip; besonders seine Frau Bettina. Ist doch schade drum, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr noch aber erf&amp;uuml;llt mich mit Bedauern, was f&amp;uuml;r einen Aufstand Presse und Bev&amp;ouml;lkerung um den Mann und sein Leben gemacht haben, und zwar immer wieder mit Verweis auf das Amt. Ich bitte Sie doch sehr. Und richte folgende Frage an Ihr Gewissen: Lohnte das? All die Unruhe um den Bundespr&amp;auml;sidenten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;L&amp;acute;&amp;eacute;tat c&amp;acute;est moi - der Staat bin ich. Ist es denn wirklich wichtig, wer unter mir Bundespr&amp;auml;sident ist? Oder Bundestagspr&amp;auml;sident? Bundesverfassungsrichter? Papst? Sind doch alles sowieso nur meine Erf&amp;uuml;llungsgehilfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und an mir wissen Sie, was Sie haben und k&amp;ouml;nnen auch gewiss sein, dass mir niemals irgendwelche Skandale und Skand&amp;auml;lchen Ungemach bereiten werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lehnen Sie sich also zur&amp;uuml;ck, lassen Sie sich &amp;uuml;berraschen, wen ich jetzt zum Pr&amp;auml;sidenten machen werde und st&amp;ouml;ren Sie nicht l&amp;auml;nger meine Kreise. Danke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott sch&amp;uuml;tze mich, guten Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7853375893528544324' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7853375893528544324' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7853375893528544324'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7853375893528544324'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7853375893528544324' title='Der Wortlaut jener Rede von Angela Merkel zum Rücktritt von Christian Wulff, die sie dann doch nicht hielt'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-7824904923685869949</id><published>2011-10-19T14:38:00.000+02:00</published><updated>2011-12-15T12:04:13.017+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Vom Tod, eine Anthologie - Aufruf zum Schreiben</title><content type='html'>Ja, die RingCon sie macht vorher Arbeit und dann kommt man mit noch viel mehr zur&amp;uuml;ck. Aber vieles davon macht sehr viel Spa&amp;szlig;, so auch dieses hier: ein Aufruf, eine Geschichte &amp;uuml;ber den Tod zu verfassen. Und zwar in der Form, dass der Tod als Handelnder in irgendeiner Form vorkommt. Lust drauf?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Friedhelm Schneidewind und ich legen einen neuen Kurzgeschichtensammelband in der Reihe "Edition Stein und Baum" auf. Das haben wir schon zwei Mal gemacht, und es sind wirklich sch&amp;ouml;ne B&amp;uuml;cher dabei herausgekommen. Das wird sicher auch dieses Mal der Fall sein. Machen Sie doch mit und senden Sie uns eine Geschichte ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier die n&amp;ouml;tigen Infos:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:right;"&gt;&amp;raquo;Du bist der Rechte, du holst den Reichen wie den Armen&lt;br /&gt;ohne Unterschied, du sollst mein Gevattersmann sein.&amp;laquo;&lt;br /&gt;aus &amp;raquo;Der Gevatter Tod&amp;laquo;, ein M&amp;auml;rchen der Brüder Grimm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;VOM TOD&lt;br /&gt;Um Liebe, Leidenschaft und Tod drehen sich viele der besten Werke in Literatur, Film, Musik und anderen Kunstformen. Und nicht selten taucht er oder sie in Person auf, in der Fantasy-Literatur beispielsweise bei Terry Pratchett, Cornelia Funke, Joanne K. Rowling und Fritz Leiber, in Kino und Fernsehen nicht erst im 1998 &amp;raquo;Rendezvous mit Joe Black&amp;laquo; und 1960 im DE FA-Film &amp;raquo;Gevatter Tod&amp;laquo; nach dem M&amp;auml;rchen der Brüder Grimm, sondern auch schon in frühen Filmen und sogar in der Werbung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die M&amp;auml;rchen und Sagen mit dem handelnden Tod als Person sind unz&amp;auml;hlbar, im Decamerone taucht er ebenso auf wie in vielen Kunstm&amp;auml;rchen, in der Bildenden Kunst ist er sp&amp;auml;testens seit den mittelalterlichen Totent&amp;auml;nzen h&amp;auml;ufig dargestellt,&lt;br /&gt;und er taucht in vielen Liedern auf wie etwa in &amp;raquo;Der Tod und das M&amp;auml;dchen&amp;laquo;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;VOM TOD als Person also sollen die Geschichten handeln, die wir suchen, für unsere Anthologie, die im Herbst 2012 erscheinen soll. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="Eingang — po_de (228 E-Mails)" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/eingang-2014-po_de-0028228-e-mails0029.jpg" width="312" height="423" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Ablauf: &lt;br /&gt;Einsendung wenn m&amp;ouml;glich bisher unver&amp;ouml;ffentlichter Texte an den Verlag (s. u.) bis zum 30.03.2012 &amp;ndash; Auswahl durch die Herausgeber Friedhelm Schneidewind und Frank Weinreich bis Ende Mai 2012 &amp;ndash; Lektorat bis Ende Juli 2012 &amp;ndash; Buchvorstellung Herbst 2012.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bedingungen: Die Urheberrechte verbleiben bei den AutorInnen, der Verlag erwirbt das Recht des Abdrucks in der Anthologie. Honorar gibt es ab dem 1000. verkauften&lt;br /&gt;Exemplar. AutorInnen k&amp;ouml;nnen Bücher mit einem Rabatt von 30 % erwerben; &lt;em&gt;sie verpflichten sich, mindestens 10 Exemplare abzunehmen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verlag der Villa Fledermaus&lt;br /&gt;Verlag und Produktionsgesellschaft Helen Schneidewind &amp;ndash; Villa Fledermaus&lt;br /&gt;Sitz: Villa Fledermaus &amp;middot; A uf der Adt 14 &amp;middot; 66130 Saarbrücken&lt;br /&gt;Schlossgasse 51 &amp;middot; 69502 Hemsbach (Deutschland/Germany)&lt;br /&gt;Tel. 06201 4709292 &amp;middot; Fax 06201 4709293&lt;br /&gt; &lt;a href="www.villa-fledermaus.de" rel="external"&gt;www.villa-fledermaus.de&lt;/a&gt; &amp;middot; &lt;a href="www.stein-und-baum.de" rel="external"&gt;www.stein-und-baum.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824904923685869949' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824904923685869949' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824904923685869949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824904923685869949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=7824904923685869949' title='Vom Tod, eine Anthologie - Aufruf zum Schreiben'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-538834596494661164</id><published>2011-10-17T17:16:00.001+02:00</published><updated>2011-10-17T20:56:00.434+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Die gelungene Überraschung: unser neues Buch "Zwischen den Spiegeln"</title><content type='html'>Es war ein arbeitsamer Sommer ... mehr kann ich als Entschuldigung f&amp;uuml;r das verwaiste Blog nicht anf&amp;uuml;hren. Aber gerade komme ich von der RingCon zur&amp;uuml;ck und muss Ihnen jetzt unbedingt davon erz&amp;auml;hlen, wie uns die &amp;Uuml;berraschung mit dem letzten Buchprojekt gelungen ist, mit "Zwischen den Spiegeln. Neue Perspektiven auf die Phantastik", das am Freitag erschienen ist und auf der RingCon dem Publikum und einem v&amp;ouml;llig erstaunten Friedhelm Schneidewind vorgestellt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="zwischen_den_spiegeln_alle_bilder" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/zwischen_den_spiegeln_alle_bilder.jpg" width="464" height="279" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Denn es ist letztlich sein Buch, ein Buch f&amp;uuml;r einen bedeutenden Forscher, von dem wir bef&amp;uuml;rchten mussten, dass er bald nicht mehr unter uns sein w&amp;uuml;rde, und der auch jetzt und in Zukunft unter dem Damoklesschwert des Krebses leben muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit plaudere ich nichts aus, was Friedhelm nicht recht w&amp;auml;re. Denn er selbst hat vor einem Jahr auf der RingCon seine Krebserkrankung in offensiver Weise &amp;ouml;ffentlich gemacht und steht auch jetzt jederzeit dazu, was nicht einer gewissen Beispielhaftigkeit entbehrt, mit diesem immer noch mit einem Tabu versehenen Thema umzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf eben dieser RingCon 2010 setzten sich Julian Eilmann und Oliver Bidlo ziemlich geschockt zusammen, und &amp;uuml;berlegten, wie man Friedhelm in so einer Situation helfen k&amp;ouml;nnte. Nun, jeder auf seine Weise eben. Und unsere Weise, die der Schreiberlinge, ist nun mal das Schreiben. Schnell war die Idee geboren, Friedhelm eine Festschrift zu widmen, und ich freue mich sehr, dass Julian und Oliver sofort an mich dachten (letztes Jahr war ich das erste Mal nicht auf der Con), ihnen bei der Arbeit als Herausgeber, Lektor und Autor zu helfen. Geschriebene Worte sind die W&amp;auml;hrung, in der wir uns mit der Welt verst&amp;auml;ndigen, und so sollten es auch geschriebene Worte sein, die Friedhelm zur Seite stehen w&amp;uuml;rden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In erster Linie nat&amp;uuml;rlich als Trost und zum Mut machen. Als Beweis, dass seine Freunde an seiner Seite stehen. Aber durchaus auch praktisch, denn alle Beteiligten verzichten auf jegliche Einnahmen, so dass alles, was das Buch erwirtschaftet, auf Friedhelms Konto &amp;uuml;berwiesen wird. F&amp;uuml;r uns Freiberufler ist Krankheit n&amp;auml;mlich immer mindestens eine doppelte Belastung: Zum Kranksein tritt der Verdienstausfall hinzu. (Versicherungen? Ja klar. Verdienen Sie erst einmal ausreichend, um das angemessen versichern zu k&amp;ouml;nnen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In erster Linie aber soll der Band Friedhelms Schneidewind Arbeit als Autor und Forscher ehren. Seine B&amp;uuml;cher und Artikel, aber auch Kurzgeschichten, Lieder und Theaterst&amp;uuml;cke &amp;uuml;ber Phantastik gehen in die Dutzende und stellen einen wichtigen Beitrag zum Fundus der Phantastik dar wie auch zur Forschung &amp;uuml;ber das Genre. Die Drohung, dass diese Stimme verstummen k&amp;ouml;nnte, machte uns wieder klar, wie sehr alle Arbeit rund um die Kunst und Literatur von den Individuen getragen wird, die sie verrichten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meiste Arbeit heutzutage wird in Teams erledigt, und das ist nicht nur n&amp;ouml;tig und angemessen, sondern kommt auch unserem Wesen als Menschen entgegen. Kreative arbeiten nat&amp;uuml;rlich auch in Teams, aber ein Gutteil ihrer Arbeit ist doch eine ganz individuelle Leistung des Sch&amp;ouml;pfens, des genauen Durchdenkens, der einsamen Geistesblitze und analytischen Schritte. Umso auff&amp;auml;lliger ist dann die L&amp;uuml;cke, wenn jemand nicht mehr da ist, an dessen Geistesblitze man sich gew&amp;ouml;hnt hat. Soweit ist es jetzt, nach erst einmal erfolgreicher Therapie, zum Gl&amp;uuml;ck bei Weitem noch nicht, doch erschien uns die Situation dringlich, diese Stimme zu ehren und ihm in unserer W&amp;auml;hrung zu zeigen, was wir von ihm halten, solange er noch da ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das sahen die Freunde, die wir ansprachen und um Mitarbeit an dem Buch baten, genauso. (Eine Aufstellung der Autorinnen und Autoren sowie des Inhaltes finden Sie in diesem &lt;a href="start.php" rel="external" title="polyoinos: Blog:Neues Buch erschienen: Zwischen den Spiegeln"&gt;Blogbeitrag&lt;/a&gt;.) Und damit ging eine echte Geheimoperation los. Denn eines war klar: Es sollte eine &amp;Uuml;berraschung werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was gar nicht so leicht ist, wenn alle Beteiligten gute Freunde des zu &amp;Uuml;berraschendne sind. Konspirativer Mailverkehr musste unter Verschluss gehalten werden, vorbereitende Sitzungen mussten im Untergrund abgehalten werden, und wenn wir jemandem aus unserem Bekanntenkreis von dem Vorhaben erz&amp;auml;hlten, so mussten wir ihn danach t&amp;ouml;ten. Besonders lustig fand ich, dass Julian, wenn er mir eine Mail schrieb, immer dreifach checkte, dass die wirklich an mich ging, denn Frank beginnt ja mit den gleichen Buchstaben wie Friedhelm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spannend wurde es besonders, als das Programm der RingCon 2011 online ging, denn dort war ja die Buchvorstellung angek&amp;uuml;ndigt. Und Friedhelm, interessierter Freund, der er ist, wollte nat&amp;uuml;rlich wissen, was wir denn da f&amp;uuml;r ein Projekt vorstellen w&amp;uuml;rden. Es war eine Zeit der Ausfl&amp;uuml;chte und des Leugnens und man wagte kaum mehr, das Klingeln des Telefons zu bedienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er hat bis zum Schluss nix gemerkt! Sie k&amp;ouml;nnen sich kaum vorstellen, was f&amp;uuml;r einen Spa&amp;szlig; es gemacht hat, im Beethoven-Saal des Maritim zu stehen, Friedhelm unten im Publikum, das Buch hochzuhalten und es ihm zu widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh, er war ger&amp;uuml;hrt. Seine Freude allein w&amp;auml;re es schon Wert gewesen, das Buch gemacht zu haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir am Schreibtisch sitzen und etwas schreiben, dann tun wir das immer mit ganzem Ernst und der &amp;Uuml;berzeugung, das Richtige zu tun. Manchmal aber bekommt man eine ganz unmittelbare Best&amp;auml;tigung, dass das auch wirklich geklappt hat ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=538834596494661164' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=538834596494661164' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=538834596494661164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=538834596494661164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=538834596494661164' title='Die gelungene Überraschung: unser neues Buch &amp;quot;Zwischen den Spiegeln&amp;quot;'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-3248031357123284665</id><published>2011-10-17T16:26:00.001+02:00</published><updated>2011-10-17T20:55:59.183+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Neues Buch erschienen: Zwischen den Spiegeln</title><content type='html'>Es ist ein neues Buch im Oldib-Verlag erschienen, an dem polyoinos als Herausgeber und Autor beteiligt war: &lt;em&gt;Zwischen den Spiegeln. Neue Perspektiven auf die Phantastik&lt;/em&gt;. Es enth&amp;auml;lt neun Aufs&amp;auml;tze zur Phantastik im Allgemeinen sowie Tolkien im Besonderen, die vor allem eines vereint: Sie spiegeln die Arbeitsgebiete wieder, die &lt;a href="http://www.friedhelm-schneidewind.de/" rel="external"&gt;Friedhelm Schneidewind&lt;/a&gt; besch&amp;auml;ftigen. Denn dieses Buch ist vor allem eine Festschrift f&amp;uuml;r ihn, f&amp;uuml;r einen bedeutenden Phantastikforscher, dessen schwere Erkrankung uns vor einem Jahr wieder einmal zeigte, dass Forschung besonders an den forschenden Personen h&amp;auml;ngt, und den wir deshalb mit diesem Buch ehren und auch Trost und Hoffnung spenden wollten. Zur Entstehungsgeschichte des Bandes, die von traurig bis zu komisch reichte, gibt es hier einen eigenen &lt;a href="start.php" rel="external" title="polyoinos: Blog:Die gelungene Überraschung: unser neues Buch &amp;#34;Zwischen den Spiegeln&amp;#34;"&gt;Blogbeitrag&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu ist es uns gelungen, Freunde zusammenzutrommeln, die alle gerne - und mit Herzblut - dazu beigetragen haben, einen w&amp;uuml;rdigen Sammelband auf die Beine zu stellen. Das ergab eine Autorenmischung von frischen jungen Autoren, wie Sebastian Kleinen, der hier seine erste Publikation vorlegt, bis zu alten und im Genre bestens bekannten Hasen, wie Helmut Pesch oder Thomas Honegger. T&amp;uuml;pfelchen auf dem i war der unsch&amp;auml;tzbare Beitrag von Anke Eissmann, die das Cover entworfen und jeden einzelnen Beitrag mit einem eigens gezeichneten Bild eingeleitet hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich k&amp;ouml;nnen Sie von mir hier nichts anderes erwarten als einen Lobpreis des Buches, aber ich glaube, der ist berechtigt und weise deshalb mit nicht geringem Stolz auf den Band hin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum es im Einzelnen geht? Das erfahren Sie in dem folgenden Auszug aus der Einleitung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Frank Weinreich&lt;/strong&gt; (ich wei&amp;szlig;, der Esel nennt sich selbst zuerst, aber meiner ist nun mal der erste Beitrag in dem Buch ...) untersucht in &lt;em&gt;Die Pole der Fantasy&lt;/em&gt; die Bandbreite des Genres Fantasy hinsichtlich ihrer Wirkung am Beispiel des von &lt;a href="http://www.tolkiensociety.org/tolkien/" rel="external"&gt;J.R.R. Tolkien&lt;/a&gt; ins Spiel gebrachten Begriffes der Verzauberung - enchantment (&lt;em&gt;On Fairy Stories, OFS&lt;/em&gt; 14) -, die Genrewerke auszul&amp;ouml;sen verm&amp;ouml;gen. Er zeigt dabei eine Entwicklung der Fantasy auf, die sich von Tolkiens Prinzip der Verzauberung entfernt und stattdessen einen zunehmend realistischen Ansatz verfolgt, der seinen derzeitigen H&amp;ouml;hepunkt in den B&amp;uuml;chern &lt;a href="http://www.joeabercrombie.com/" rel="external"&gt;Joe Abercrombies&lt;/a&gt; findet, dem es auf die Verzauberung seiner Leser &amp;uuml;berhaupt nicht mehr anzukommen scheint. Da aber Fantasy eine spielerische Suche darstellt, die Bed&amp;uuml;rfnisse des Menschen nach Sinn und einer h&amp;ouml;heren Ordnung zu befriedigen, droht das Genre auf diesem Wege, seinen urspr&amp;uuml;nglichen Charakter grundlegend zu wandeln. Dass dies trotz aller Weiterentwicklung und Modernisierung von Erz&amp;auml;hlweisen und -themen nicht zwangsl&amp;auml;ufig so sein muss, und dass Fantasy ihre Leserinnen und Leser weiterhin in zauberhafte Reiche zu entf&amp;uuml;hren vermag, zeigt Weinreich abschlie&amp;szlig;end am Beispiel der Werke &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrzej_Sapkowski" rel="external"&gt;Andrzej Sapkowskis&lt;/a&gt; und seines &lt;em&gt;Geralt&lt;/em&gt;-Zyklusses auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Anja St&amp;uuml;rzer&lt;/strong&gt; zieht in Wormtongue und Wormtail einen Vergleich zwischen Tolkiens &lt;em&gt;Lord of the Rings&lt;/em&gt; und &lt;a href="http://www.jkrowling.com/de" rel="external"&gt;Joanne K. Rowlings&lt;/a&gt; &lt;em&gt;Harry Potter&lt;/em&gt;. Obwohl Rowling einen wesentlichen Einfluss Tolkiens auf die B&amp;uuml;cher ihres Zaubersch&amp;uuml;lers bestreitet, gelingt es St&amp;uuml;rzer, manche Parallele als offensichtlich ins rechte Licht zu r&amp;uuml;cken und andere, erstaunlichere Parallelen vor Augen zu f&amp;uuml;hren, die doch eine engere Verwandtschaft zwischen diesen beiden Fantasy-Highlights nahelegen, als dies der erste Blick auf die beiden B&amp;uuml;cher vermuten l&amp;auml;sst. Dabei beschr&amp;auml;nkt die Autorin sich nicht auf eine mehr oder weniger ergiebige Aufz&amp;auml;hlung inhaltlicher Details, sondern l&amp;auml;sst Strukturelemente, Erz&amp;auml;hltechniken, Figurenkonstellationen, die unterliegenden Ethiken und den mythologischen Hintergrund in den Vergleich einflie&amp;szlig;en, sodass neben einer blo&amp;szlig;en Gegen&amp;uuml;berstellung auch weitergehende Analysen f&amp;uuml;r beide Werke vorgenommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Blickfeld von &lt;strong&gt;Julian Eilmanns&lt;/strong&gt; Aufsatz steht Tolkiens &lt;em&gt;Die Kinder H&amp;uacute;rins&lt;/em&gt;, eine Erz&amp;auml;hlung, die bei manchen Lesern den Eindruck erweckt, dass es sich hierbei um ein &amp;bdquo;tragisches&amp;ldquo; Werk handelt. Diesen Leseeindruck greift Julian Eilmann in seiner Studie auf und geht der Frage nach, inwiefern die Geschichte T&amp;uacute;rin Turambars tats&amp;auml;chlich als eine Trag&amp;ouml;die im Sinne der aristotelischen Trag&amp;ouml;dientheorie verstanden werden kann. Durch einen genauen Vergleich zwischen den von Aristoteles beschriebenen Wesensmerkmalen der Trag&amp;ouml;die und Tolkiens Erz&amp;auml;hlung wird dabei deutlich, wie die tragische Wirkung der T&amp;uacute;rin-Geschichte im Detail zustande kommt und was den besonderen Reiz der Erz&amp;auml;hlung ausmacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drachen stellen eines der bekanntesten Wesen der Phantastik dar und sind deshalb immer wieder in zahlreichen mythologischen Texten und Werken der phantastischen Literatur pr&amp;auml;sent. Nicht zuletzt Tolkien hat den Drachen in den Gestalten Smaugs oder Chrysophylax&amp;acute; ein literarisches Denkmal gesetzt. Professor &lt;strong&gt;Thomas Honegger&lt;/strong&gt;, Gr&amp;uuml;nder und wissenschaftlicher Leiter von &lt;a href="http://www.walking-tree.org/" rel="external"&gt;Walking Tree Publishers&lt;/a&gt;, macht in seinem Aufsatz deutlich, warum der Drache die Menschen seit jeher fasziniert und warum dieses Ungeheuer auch im 21. Jahrhundert immer wieder in Erscheinung tritt &amp;ndash; und sei es nur in der Spielwarenabteilung der Kaufh&amp;auml;user. Honeggers Untersuchung sch&amp;auml;rft somit unseren Blick daf&amp;uuml;r, welche Ver&amp;auml;nderungen das Drachenbild in der Literatur und Kultur historisch durchlaufen hat und welche Vorstellungen vom Fabelwesen Drache bis heute pr&amp;auml;sent und damit wirkungsm&amp;auml;chtig sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Friedhelm Schneidewinds Begeisterung f&amp;uuml;r die Musik in Tolkiens Werk teilt er mit &lt;strong&gt;Heidi Steimel&lt;/strong&gt;, mit der zusammen er einen lesenswerten Sammelband zur Musik in Mittelerde herausgegeben hat. F&amp;uuml;r den vorliegenden Band hat sich Heidi Steimel die M&amp;uuml;he gemacht, ein Lexikon mit den wichtigsten Personen, Orten, Instrumenten und Begriffen, die im Zusammenhang mit der Mittelerde-Musik stehen, zusammenzustellen. F&amp;uuml;r den geneigten Leser mag dieses Kompendium ein kundiger F&amp;uuml;hrer dabei sein, den Spuren der Musik in Tolkiens Werk genauer zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr.&lt;strong&gt; Oliver Bidlo &lt;/strong&gt;widmet sich in seinem Beitrag &lt;em&gt;Tolkien und der Jugendstil&lt;/em&gt; der Frage, wie Tolkien die Kunst des Zeichnens in seine Arbeit hat einflie&amp;szlig;en lassen. Tolkien hat nicht nur geschrieben, sondern oft zuerst eine Szene, Situation oder eine Figur gezeichnet, bevor er begann, &amp;uuml;ber sie zu schreiben. Bidlo zeigt auf, wie unterschiedlich der Jugendstil Eingang in Tolkiens Denken gefunden hat. So geht der Einfluss des Jugendstils &amp;uuml;ber die Ausgestaltung einzelner (z. B. elbischer) Artefakte (Schmuck, Architektur u. a.) in Mittelerde hinaus. Als Urquelle f&amp;uuml;r die Bedeutung des Jugendstils bei Tolkien wird im Beitrag die Geistesstr&amp;ouml;mung der Romantik identifiziert, als deren Anh&amp;auml;nger Tolkien ausgewiesen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Runen spielen in Mittelerde eine vielf&amp;auml;ltige Rolle. Umso interessanter ist es, dass es bisher kaum eine fundierte Auseinandersetzung mit diesen besonderen Zeichen gibt und sie meist im Schatten der elbischen Schrift und Sprache stehen. &lt;strong&gt;Sebastian Kleinen&lt;/strong&gt; gibt in seinem Beitrag Einf&amp;uuml;hrung in die Runenkunde von Mittelerde einen profunden &amp;Uuml;berblick &amp;uuml;ber die vielschichtigen Runenschriften in Tolkiens Werk. Im Gegensatz zu den anderen Schriften in Mittelerde hat Tolkien die Runen nicht selbst erfunden, sondern rekurriert auf germanische und angels&amp;auml;chsische Runenreihen, die er teilweise &amp;uuml;bernimmt oder ableitet. Daher ist die Besch&amp;auml;ftigung mit den Runen in Mittelerde zugleich auch eine Besch&amp;auml;ftigung mit ihrer real-historischen Bedeutung und ihrer entsprechenden Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In &lt;em&gt;Iluvatar, steh uns bei!&lt;/em&gt; untersucht &lt;strong&gt;Stefan Servos&lt;/strong&gt;, der Gr&amp;uuml;nder und Chef von &lt;a href="http://www.herr-der-ringe-film.de/v3/de/index.php" rel="external"&gt;herr-der-ringe-film.de&lt;/a&gt;, das Thema Religion aus laientheologischer Sicht &amp;ndash; ein hochinteressanter Ansatz, der einen neuen Aspekt in den Bl&amp;auml;tterwald von (in der Regel fach-)theologisch ausgerichteten Untersuchungen der Mittelerdedichtung darstellt. Seit l&amp;auml;ngerem wird diskutiert, dass es merkw&amp;uuml;rdig ist, dass der &amp;uuml;berzeugte Katholik eine Welt und Gesellschaftsformen geschaffen hat, die von einem auff&amp;auml;lligen Fehlen religi&amp;ouml;ser Elemente &amp;ndash; etwa offener Gottesverehrung, Kulthandlungen, Tempel oder Kirchen &amp;ndash; gekennzeichnet ist, w&amp;auml;hrend der Autor Mittelerde doch als eine Welt nat&amp;uuml;rlicher Religion (&lt;em&gt;Letters&lt;/em&gt; 220) und fairy-stories, worunter nat&amp;uuml;rlich auch Der Herr der Ringe f&amp;auml;llt, als biblisch inspiriert bezeichnete (&lt;em&gt;OFS&lt;/em&gt; 62-66). Eng am Text arbeitend, stellt Servos die erstaunlich vielf&amp;auml;ltigen und pl&amp;ouml;tzlich offensichtlich erscheinenden Stellen heraus, die eben diese nat&amp;uuml;rliche Religion und die Verbindung zur christlichen Weltsicht zeigen. Dabei wird auch klar, dass Tolkien mit dem polytheistischen Einfluss der Mythen, die er so sehr liebte und mit einflie&amp;szlig;en lassen wollte, k&amp;auml;mpfte und dass deshalb Der Herr der Ringe ein mehrschichtiges Bild auch in Fragen religi&amp;ouml;ser Konnotationen zeigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommt das B&amp;ouml;se in die Welt? Und zwar in die Welt Mittelerde J.R.R. Tolkiens. Diese Frage stellt der bekannte &lt;a href="http://www.helmutwpesch.de/index.htm" rel="external"&gt;Fantasy-Experte&lt;/a&gt; Dr. &lt;strong&gt;Helmut Pesch&lt;/strong&gt; in Die Wurzel des B&amp;ouml;sen und sucht wie Tolkien selbst bei dem mittelalterlichen englischen Dichter Geoffrey Chaucer, der die Habgier - cupiditas oder possessiveness, eine der Kardinals&amp;uuml;nden - als den Quell des B&amp;ouml;sen in unserer realen Welt ausmacht. Pesch zeigt, dass die Verurteilung der Habgier Tolkiens Werk durchzieht, auch  au&amp;szlig;erhalb von Der Herr der Ringe, betrachtet sie dann aber h&amp;ouml;chst differenziert und zeigt auf, dass sie in verschiedenen Formen auftritt und mit Ambivalenzen einhergeht, die zeigen, dass sich die Wurzel des B&amp;ouml;sen doch nicht so einfach identifizieren l&amp;auml;sst, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wieder zeigt sich, dass der schnelle schwarz-wei&amp;szlig;e Pinselstrich dem Werk des Professors nicht gerecht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur die analytische Auseinandersetzung mit der Phantastik als Thema findet sich in diesem Band, sondern auch eine k&amp;uuml;nstlerische Herangehensweise. Diese verdanken wir der wohl bekanntesten deutschen Tolkienillustratorin, &lt;strong&gt;Anke Eissmann&lt;/strong&gt;. Die &lt;a href="http://anke.edoras-art.de/" rel="external"&gt;K&amp;uuml;nstlerin&lt;/a&gt; hat nicht nur jeden Aufsatz mit einer stilvollen Illustration bereichert, sondern auch das Titelbild und den Umschlag des Bandes entworfen und gestaltet. Hierbei hat sich Anke Eissmann von einem imagin&amp;auml;ren Schreibtisch Schneidewinds inspirieren lassen, der die oben angesprochenen Themen reflektiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="zwischen_den_spiegeln_cover" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/zwischen_den_spiegeln_cover.jpg" width="373" height="520" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Auch Spiegel reflektieren etwas &amp;ndash; so wie das Werk Schneidewinds und die Aufs&amp;auml;tze dieses Buches. Aber das, was gespiegelt wird, ist mehr und anders, als der oberfl&amp;auml;chliche erste Eindruck nahelegt. So wie Alice ins Wunderland, wandern auch wir zwischen den Spiegeln durch die Gefilde der Phantastik und gelangen zu neuen Perspektiven und Reflexionen auf vermeintlich Bekanntes. Die Funde dieser Wanderung wollen pr&amp;auml;sentiert werden. Ein besonderer Dank geht deshalb an Dirk Bartholom&amp;auml;, den Veranstalter der &lt;a href="http://www.ringcon.de/" rel="external"&gt;RingCon&lt;/a&gt; und unz&amp;auml;hliger anderer phantastischer Events, der auch fernab des Mainstreams uns so genannten intellectuals eine Plattform f&amp;uuml;r die Vorstellung und Diskussion unserer Arbeit bietet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit zu dem Buch. Wenn Sie Fragen dazu haben - immer her damit. Und sonst w&amp;uuml;nschen wir uns nat&amp;uuml;rlich, dass Sie sich das Buch anschaffen. Es ist normal &amp;uuml;ber den Buchhandel, Onlineh&amp;auml;ndler oder direkt beim Verlag, &lt;a href="http://www.oldib-verlag.de/" rel="external"&gt;www.oldib-verlag.de&lt;/a&gt;, erh&amp;auml;ltlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3248031357123284665' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3248031357123284665' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3248031357123284665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3248031357123284665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3248031357123284665' title='Neues Buch erschienen: Zwischen den Spiegeln'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-688255673512341782</id><published>2011-07-14T10:29:00.000+02:00</published><updated>2011-07-14T12:35:28.033+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Lecture: Fantasy - Definition, History, Characteristics and Meaning</title><content type='html'>In May I had the honor of giving a talk at the University of Aachen, in which I was given the task to present the genre of fantasy within one hour&amp;acute;s length. The text of this lecture is online now after &lt;a href="http://www.margarethiley.com/" rel="external"&gt;Dr. Margaret Hiley&lt;/a&gt; was so kind to turn my Pidgin English into something presentable. Thanxalot, Meggie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The talk is a condensed version of thoughts and insights I have published about Fantasy scattered over various articles and books over the last ten years. So if you have been reading the respective articles on polyoinos, you won&amp;acute;t find very much new stuff. But you will find my arguments neatly lined up and get a good impression of what fantasy is about, so I hope you won&amp;acute;t find it a waste of time to look up this (alas, not so short, ~ 8.500 words) article, even if you are familiar with what is published on my site.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hope you enjoy: &lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../Phantastik/fantasy_english.html" rel="self" title="Fantasy - Definition, History, Characteristics and Meaning"&gt;Fantasy - Definition, History, Characteristics and Meaning&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=688255673512341782' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=688255673512341782' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=688255673512341782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=688255673512341782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=688255673512341782' title='Lecture: Fantasy - Definition, History, Characteristics and Meaning'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-6924546937376361699</id><published>2011-07-04T14:06:00.000+02:00</published><updated>2011-07-04T14:07:26.199+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Neuer Artikel über Genres</title><content type='html'>Das waren anstrengende vier Wochen, in denen neben den &amp;uuml;blichen Auftr&amp;auml;gen vier Vortr&amp;auml;ge und eine Kurzgeschichte entstanden. Jetzt n&amp;auml;hern sich die Sommerferien und so langsam kl&amp;auml;rt sich auch mein Schreibtisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den f&amp;uuml;nf k&amp;uuml;rzlich entstandenen Schriften kann ich Ihnen hier auf polyoinos erst einmal nur eine anbieten, denn die Kurzgeschichte hat noch ein ungekl&amp;auml;rtes Rechteproblem und drei der vier Vortr&amp;auml;ge sind f&amp;uuml;r die Ver&amp;ouml;ffentlichung andernorts reserviert. Doch die Genrebetrachtungen kommen hier zu stehen, und ich w&amp;uuml;rde mich sehr freuen, wenn Sie sie lesen und eventuell sogar einen Kommentar hinterlie&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je mehr ich mich mit den Genres der phantastischen Literatur befasse und mit Kolleginnen und Kollegen austausche, desto st&amp;auml;rker wird mir klar, wie fragil der Genrebegriff ist, wie flie&amp;szlig;end alle Grenzen sind. Und dass man doch nicht auf Genres verzichten kann. Nicht nur wegen des Buchmarketings, f&amp;uuml;r die Genres lebenswichtig sind, sondern auch f&amp;uuml;r die literarische Diskussion. Nur, so finde ich, sollte man die Genres ganz entspannt sehen, weil die Klassifikationsm&amp;ouml;glichkeiten eben starken Einschr&amp;auml;nkungen unterliegen, derer man sich im Gespr&amp;auml;ch bewusst sein sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das habe ich mal in einem Gedankengang zusammengefasst und auf dem letzten Elbenwaldspektakel vorgetragen. Die Publikumsresonanz best&amp;auml;rkte mich darin, dass die Ideen wohl ganz brauchbar sind, aber lesen Sie doch bitte selbst: &lt;em&gt;&lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../Phantastik/genregrenzen.html" rel="self" title="Genregrenzen"&gt;Fantasy, Science Fiction, Horror - Gedanken &amp;uuml;ber die Aussagekraft von Genreeinteilungen in der phantastischen Literatur&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6924546937376361699' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6924546937376361699' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6924546937376361699'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6924546937376361699'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6924546937376361699' title='Neuer Artikel über Genres'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-1908492674937767248</id><published>2011-06-06T10:44:00.000+02:00</published><updated>2011-06-20T12:31:00.101+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Die wichtigsten Literaten Deutschlands ...</title><content type='html'>... schreiben kaum Phantastisches, und das ist nach Meinung der vierunddrei&amp;szlig;igwichtigsten Literatin, Elke Heidenreich, auch ein Gl&amp;uuml;ck, denn was man so auf den Bestsellerlisten sieht - "Vampire, Trolle, Elfen, Morde" - ist einfach "entsetzlich", so die 'Grande Dame' der deutschen Literatur. So meint sie zumindest in dem Artikel "Unsere Besten" im &lt;em&gt;Focus&lt;/em&gt; vom 6.6.2011 (S. 68-74).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Focus hat eine Studie auf die Beine gestellt, um die wichtigsten deutschen Prosa-Autoren zu ermitteln. Auf den ersten zehn Pl&amp;auml;tzen der wichtigsten Autorinnen und Autoren steht mit Cornelia Funke auf Platz 4 nur eine ausgewiesene Phantastikautorin, und auch im Weiteren taucht niemand der &amp;uuml;blichen Verd&amp;auml;chtigen aus der phantastischen Szene mehr auf. (Gewinner? Grass auf eins, Walser auf zwei usw.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundlage der Rangliste ist eine Kombination von Verkaufszahlen, Berichterstattung in den Medien, eigenen Fernsehauftritten, Auszeichnungen, Empfehlungslisten und dem Google-News-Index. Da scheint es erst einmal schon erstaunlich, dass keine Phantasten unter den ersten 50 Pl&amp;auml;tzen zu finden sind. Doch auf den zweiten Blick zeigt sich dabei mehr als nur, dass Frau Heidenreich auch von den Bestsellerlisten keine Ahnung hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens muss man die popul&amp;auml;rsten Listen, etwa die des &lt;em&gt;Spiegel&lt;/em&gt;, relativieren, da dort nicht nach Nationalit&amp;auml;t unterschieden wird. Dann sind es zwar in Sch&amp;uuml;ben auch Phantasten, die vorne mitmischen - etwa Joanne Rowling und Tolkien bei jedem neuen Film -, sonst aber &amp;uuml;berwiegen konstant Krimis und Thriller. Aber deren Autorinnen und Autoren sind meist keine Deutschen. Also stimmt es insgesamt (leider) sowieso nicht, dass die deutschen Verkaufslisten von deutschen Phantasten beherrscht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweitens sind Medienpr&amp;auml;senz und Auszeichnungen W&amp;auml;hrungen, von denen Phantasten meist wenig profitieren, was an der Hypothek liegt, die die Phantastik als angebliches Schundgenre immer noch mit sich rumschleppt: &lt;br /&gt;- Phantasten werden wenig ausgezeichnet? - Okay, das mag daran liegen, dass sie eben alle schlecht schreiben ...&lt;br /&gt;- Phantasten werden nicht interviewt? - Klar, sie haben nichts zu sagen, denn sie schreiben nur &amp;uuml;ber Wolkenkuckucksheime ...&lt;br /&gt;Wenn Phantasten aber medial nicht so pr&amp;auml;sent sind, dann haben sie auch wenig Chancen &amp;uuml;ber andere Listen und Indizes erfasst zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="IMG_2596" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/img_2596.jpg" width="476" height="317" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;Also, wenn man sich mal so diese Phantastik betrachtet ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Das relativiert den Eindruck der Unwichtigkeit der Phantasten denn doch. Dass n&amp;auml;mlich sie alle so schlecht schreiben, ist Quatsch, wie der Verweis auf die jahrtausendelange Phantastiktradition der Geschichte schon beweist. (Elke Heidenreich mag Phantasten ja auch, sie m&amp;uuml;ssen nur mindestens hundertf&amp;uuml;nfzig Jahre tot sein ... Goethe, Shakespeare, Aischylos ...) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass sie nichts zu sagen haben, widerlegt das gleiche Argument, denn Menschen w&amp;uuml;rden Phantasten nicht seit Jahrtausenden zuh&amp;ouml;ren, wenn sie irrelevante Themen drauf h&amp;auml;tten: "Phantasten reden nicht weniger ernsthaft als jeder Soziologe - und sehr viel verst&amp;auml;ndlicher - &amp;uuml;ber das menschliche Leben" (Ursula Le Guin).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, dass die mediale Aufmerksamkeit nicht in gleichem Ma&amp;szlig;e da ist wie f&amp;uuml;r die E-Literatur, hat mit Verst&amp;auml;ndnis- und Akzeptanzfragen zu tun. Exzellente Akzeptanz und damit mediale Aufmerksamkeit wiederum bedingen andererseits auch einen gro&amp;szlig;en Teil des Verkaufserfolges der E-Literatinnen und -literaten, die dann eben auch gekauft (wenn auch nicht unbedingt in gleichem Ma&amp;szlig;e gelesen) werden. Deshalb kommt Markolf Hoffmann auch auf grunds&amp;auml;tzlich weniger Verkaufszahlen als Martin Walser. Dass auch Markolf sein Handwerk perfekt beherrscht, kriegen dann vergleichsweise nur wenige Leser mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Sie sagen, es gibt auch schlechte Phantasten? Nat&amp;uuml;rlich! Wie &amp;uuml;berall sonst auch ...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Verkaufszahlen k&amp;ouml;nnen sich nat&amp;uuml;rlich immer auch &amp;auml;ndern. Wenn Phantasten einen gro&amp;szlig;en Verkaufserfolg haben, kann dieser, wie bei Rowling eben, auch alles, was in der E-Literatur gewohnt ist, weit &amp;uuml;berfl&amp;uuml;geln. Interessanter ist, was sich auf den Buchregalen in den Buchhandlungen tut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da stehen sehr viele verschiedene Phantasten und legen Zeugnis von einer lebendigen Szene ab. Nimmt man das Internet und seine Communities, die Gamer sowie die rege Offline-Szene dazu, so zeigt sich schon ein ganz anderes Bild des Genre-Erfolgs. Und wenn man diesen Leuten live oder in den Foren lauscht, so zeigt sich auch, dass die Bedeutung der Phantastik eher in Richtung Le Guins Ansichten als in die von Frau Heidenreich geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Con-Geplauder l&amp;auml;sst sich nun schlecht belegen, aber schauen Sie einfach mal in die seitenweise verlaufenden Threads rein, in denen diskutiert wird, was mit diesem oder jenem Umstand/Ereignis/Person gemeint ist, und welche Bedeutung das f&amp;uuml;r die Geschichte hat und warum dies wiederum f&amp;uuml;r das Leben der diskutierenden Leserinnen bedeutsam ist. Da l&amp;auml;uft etwas ab in der Phantastik und zeigt, dass sie ein h&amp;ouml;chst aktiver Teil der Kultur ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Inhalte scheinen mir bei der Einsch&amp;auml;tzung des kulturellen Lebens denn auch interessanter als Personen. Brillant war und ist etwa Grass&amp;acute; Danziger Trilogie, und sie ist auch zeitlos, wo sie &amp;uuml;ber den Menschen und seine Situation nachsinnt. Aber heute werden &amp;auml;hnliche Fragen in anderen Worten und mit neuen Motiven durchdekliniert, und neue Autorinnen geben auch andere Antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund kommen mir Personenrankings der wichtigsten Literaten dann weit weniger relevant vor als die Diskussion der wichtigsten literarischen Themen und Motive. Und da w&amp;uuml;rde man dann auch &amp;uuml;ber die Phantastik reden m&amp;uuml;ssen.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1908492674937767248' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1908492674937767248' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1908492674937767248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1908492674937767248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1908492674937767248' title='Die wichtigsten Literaten Deutschlands ...'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-4373021114646168679</id><published>2011-05-19T11:15:00.000+02:00</published><updated>2011-05-19T11:35:44.580+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Warum es weder Handys noch Facebook bei Harry Potter gibt</title><content type='html'>Joanne K. Rowling hat mit den B&amp;uuml;chern um &lt;em&gt;Harry Potter&lt;/em&gt; &lt;em&gt;den&lt;/em&gt; gro&amp;szlig;en Fantasyerfolg der letzten Jahre verfasst. Verfasst &amp;uuml;brigens, als es Handys, das Web, den Chat und, zumindest w&amp;auml;hrend der letzten B&amp;uuml;cher, Facebook schon gab. HP hat sich als besonders faszinierend f&amp;uuml;r Kinder und Jugendliche herausgestellt, deren Lebenswelt, zumindest nach Meinung der modernen Medienkritiker, in gro&amp;szlig;em, in zu gro&amp;szlig;em Ma&amp;szlig;e von den modernen Kommunikationsmedien beherrscht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In HP gibt es keine Handys. Niemand chattet und wenn man sich trifft - ob freundschaftlich oder in innig empfundener Feindschaft verbunden - dann trifft man sich immer und ausschlie&amp;szlig;lich ganz altmodisch pers&amp;ouml;nlich in den G&amp;auml;ngen und Hallen des wunderbar verschrobenen Schlosses Hogwarts. Wie konnte sich Rowling das leisten, so an der Lebenswirklichkeit ihres Publikums vorbei zu schreiben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das lag nicht allein daran, dass sie eine 'alte' Frau ist, die von diesen neumodischen Dingen keine Ahnung hat, denn wenn sie so weit von ihrem Publikum entfernt w&amp;auml;re, dann h&amp;auml;tte sie es nie so geschickt ansprechen k&amp;ouml;nnen. Es lag vielmehr daran, dass diese neumodischen Dinge eben doch nicht so wichtig sind, wie die Technopessimisten gerne glauben wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="IMG_6750 - Arbeitskopie 2" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/img_6750---arbeitskopie-2.jpg" width="603" height="374" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;Die Essenzen sind essentiell (Myk Jung beim Tolkien-Reading-Day 2010)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Nat&amp;uuml;rlich sind Facebook und Handy Sachen, die die Power-User auf keinen Fall missen wollen. Das nicht-missen-wollen geht so weit, dass es leicht als Sucht missverstanden werden kann. Aber letztlich sind das doch nur Kan&amp;auml;le und Mittler &amp;uuml;ber die ein pers&amp;ouml;nlicher Austausch stattfindet. Das Medium  ist nicht die Botschaft - die Botschaft ist die Botschaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Botschaft ist: ich mag dich; ich mag dich nicht; ich finde das hier toll; und das da doof. Das ist das Gleiche, was Rowling auch erz&amp;auml;hlt - nur leicht interessanter aufgemacht, aber mir fehlt gerade der Platz daf&amp;uuml;r. Rowling fokussiert auf das Interessante, alle Erz&amp;auml;hler tun das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann k&amp;ouml;nnen das Handy und Facebook vorkommen, wenn sie denn eine Rolle in dem wichtigen Erz&amp;auml;hlten einnehmen (etwa in Daniel Suarez&amp;acute; brillanten B&amp;uuml;chern &lt;em&gt;Daemon&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Freedom (TM)&lt;/em&gt;). Aber sie m&amp;uuml;ssen es nicht, auch dann nicht, wenn Jugendlichen Hochrelevantes &amp;uuml;ber Jugendliche erz&amp;auml;hlt wird. Medien sind nicht notwendig ein essentieller Bestandteil der Lebenswelt. Die Essenzen sind essentiell, nicht die Kan&amp;auml;le, in denen sie flie&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Notwendig sind die gro&amp;szlig;en, ber&amp;uuml;hrenden Themen der conditio humana, und um die zu erz&amp;auml;hlen, muss sich niemand beim Publikum mit mehr oder weniger artifiziellen Versatzst&amp;uuml;cken aus dessen Alltag anbiedern. Deshalb gibt es keine Handys bei Harry Potter, keinen Chat in Susanne Gerdoms Elfenwelten und Christoph Hardebuschs Trolle bleiben (gl&amp;uuml;cklicherweise) dabei, ihre Probleme auf Troll-Art und nicht mit Flamewars zu l&amp;ouml;sen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4373021114646168679' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4373021114646168679' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4373021114646168679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4373021114646168679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4373021114646168679' title='Warum es weder Handys noch Facebook bei Harry Potter gibt'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-631693553906297557</id><published>2011-05-07T20:31:00.000+02:00</published><updated>2011-05-07T20:55:37.343+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Faszination Fantasy - eine große Anerkennung</title><content type='html'>Der &lt;em&gt;EZW Materialdienst. Zeitschrift f&amp;uuml;r Religions- und Weltanschauungsfragen&lt;/em&gt; hat in seiner Maiausgabe einen Artikel  &amp;uuml;ber Fantasy in den Mittelpunkt gestellt, der sich in weiten Teilen auf meine Arbeit st&amp;uuml;tzt - das ist schon eine tolle Anerkennung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In &lt;em&gt;Faszination Fantasy&lt;/em&gt; beschreibt Ulrike Treusch das Faszinosum und die Funktionen von Fantasy. Dabei zitiert und &amp;uuml;bernimmt sie zun&amp;auml;chst uneingeschr&amp;auml;nkt meine Definition von Fantasy (&lt;em&gt;Fantasy ist demnach ein literarisches  Genre, dessen zentraler Inhalt die Annahme des faktischen Vorhandenseins und Wirkens metaphysischer Kr&amp;auml;fte oder Wesen ist, das als Fiktion auftritt,&lt;/em&gt; &lt;em&gt;die als Fiktion auch verstanden werden soll und muss&lt;/em&gt;; &lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../Phantastik/fantasy.html" rel="external" title="Fantasy"&gt;s. auch hier&lt;/a&gt;). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Beschreibung des Genres kommt sie dann &amp;uuml;ber die Kritik an Fantasy zu den Funktionen und hebt dort besonders auf die Verbindung zum Mythos und auf das sinnstiftende Potential von Fantasy in einer sinnentleerten Welt ab. Dabei greift sie seitenweise auf mein Buch &lt;em&gt;&lt;a href="http://www.polyoinos.de/blog/../Phantastik/fantasy_buch.html" rel="external" title="Fantasy. Einführung"&gt;Fantasy. Einf&amp;uuml;hrung&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; zur&amp;uuml;ck und zitiert alle relevanten Passagen &amp;uuml;ber den Mythos sowie meine &amp;Uuml;berzeugung, dass Fantasy ein Mythos mit Augenzwinkern ist, ein nicht geglaubter Mythos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch st&amp;auml;rker und besser als ich selbst das tue hebt sie dabei hervor, dass die Funktion von Fantasy vom Publikum abh&amp;auml;ngt, davon, was das Publikum in den einzelnen Genrewerken sucht und dann zu finden meint, wobei der fund &amp;uuml;berhuapt nichts mit dem zu tun haben muss, was der Autor oder Regisseur dort hineinsteckte. Das ist meines Erachtens eine sehr wichtige Beobachtung, die hilft, eine ganze Reihe von Kritikans&amp;auml;tzen &amp;uuml;ber die angeblich so verf&amp;uuml;hrerische Kraft der satanischen Fantasy in die Schranken zu weisen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die EZW ist eine ziemlich wichtige Zeitschrift, die sehr weit verbreitet ist unter Theologen, Philosophen und allen anderen Kulturwissenschaftlern. Ich freue mich sehr dar&amp;uuml;ber, dass &lt;em&gt;Fantasy. Einf&amp;uuml;hrung&lt;/em&gt; an derart prominenter Stelle so positiv (und letztlich werbewirksam) beachtet wird. Ich hatte ja schon vor einem Jahr bei der Gr&amp;uuml;ndungskonferenz der &lt;a href="http://www.fantastikforschung.de/" rel="external"&gt;GFF&lt;/a&gt; den Eindruck, dass sich das Buch durchsetzt ... dieser Baustein verfestigt den Erfolg noch einmal in einer hocherfreulichen Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=631693553906297557' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=631693553906297557' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=631693553906297557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=631693553906297557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=631693553906297557' title='Faszination Fantasy - eine große Anerkennung'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-211190100723598005</id><published>2011-03-25T10:33:00.000+01:00</published><updated>2011-03-25T11:26:04.774+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Tolkien-Lese-Tag</title><content type='html'>Es ist der 25. M&amp;auml;rz. Auf den Tag genau heute vor vielen, vielen Jahren wurde der Eine Ring vernichtet und das Dritte Zeitalter endete mit dem Sieg &amp;uuml;ber das B&amp;ouml;se. Mit einer kleinen Pause von ein paar tausend Jahren dazwischen feiern Menschen auf der ganzen Welt diesen Sieg, indem sie sich versammeln und einander Geschichten aus der Feder des gro&amp;szlig;en Chronisten des Ringkriegs, John Ronald Reuel Tolkien, vorlesen. Ich hoffe, Sie haben das Vergn&amp;uuml;gen, das heute auch erleben zu d&amp;uuml;rfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich f&amp;uuml;r mein Teil werde den Tag in Oberhausen, in der Buchhandlung von Lars Bauman - &lt;em&gt;Zweitbuch&lt;/em&gt;, Dudelerstra&amp;szlig;e 17 - begehen und dort nat&amp;uuml;rlich auch lesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, einen Abschnitt aus dem Kapitel "&amp;Uuml;ber Hobbits" aus dem HdR und anschlie&amp;szlig;end aus einem Brief an Houghton Mifflin zu lesen, den Tolkien 1955 schrieb, und in dem er eine ganze Reihe von Motiven anf&amp;uuml;hrt, die ihn dazu brachten, die Ringerz&amp;auml;hlung zu verfassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In "&amp;Uuml;ber Hobbits" kann man n&amp;auml;mlich sehen, welche Lebensweise der Professor sch&amp;auml;tzte. Wie er andernorts bekannterma&amp;szlig;en sagte, war er ja in allen Aspekten au&amp;szlig;er der K&amp;ouml;rpergr&amp;ouml;&amp;szlig;e selbst ein Hobbit, und das idyllische Landleben - friedlich, geordnet, frei von Hektik, erdverbunden - war seine Idealvorstellung einer angemessenen Lebensweise. Das mag langweilig und konservativ erscheinen, aber die Hobbits k&amp;ouml;nnen zur Not ja auch anders und eine ganze Welt retten. So d&amp;uuml;rfte der Professor sich und seine ganz normalen Mitmenschen ertr&amp;auml;umt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Beobachtung ist f&amp;uuml;r das, worauf ich heute hinauswill, entscheidend. Wenn ein Autor so unbedingt eine Geschichte erz&amp;auml;hlen will, wie Tolkien von Mittelerde erz&amp;auml;hlen wollte, dann gibt es enge Verbindungen zwischen Erz&amp;auml;hler und Geschichte. Im Falle Tolkiens sind die vielf&amp;auml;ltig nachweisbar, und das genannte Lebensideal ist nur eine der Parallelen. Der eigentliche Punkt ist, dass die reale Lebenswelt in die phantastische Erz&amp;auml;hlung hineinreicht und zeigt, dass die Phantastik so phantastisch gar nicht ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="IMG_5052" width="702" height="230" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/tolkienlesetag-img_5052.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;Ab wann wird&amp;acute;s phantastisch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;In dem Brief an seinen amerikanischen Verlag nennt Tolkien mehrere solcher Parallelen. Zuerst die zu seiner Profession, der Sprachwissenschaft, wenn er sagt, dass er Mittelerde schuf, um den von ihm erfundenen Sprachen eine Heimat zu geben. Doch das ist nicht der einzige Grund und w&amp;auml;re auch ein wenig l&amp;acute;Art pour l&amp;acute;Art. Es ist aber auch eine stark christlich inspirierte Erz&amp;auml;hlung, es ist eine Geschichte &amp;uuml;ber die Kraft der Schwachen im Angesicht der Tyrannei und es ist eine Geschichte &amp;uuml;ber die Sch&amp;ouml;nheit und Unb&amp;auml;ndigkeit der ungez&amp;auml;hmten Natur, f&amp;uuml;hrt Tolkien in dem Brief weiter aus. Der &lt;em&gt;Herr der Ringe&lt;/em&gt; enth&amp;auml;lt eine Vielzahl von "Kommentaren &amp;uuml;ber die Welt", wie er es anderswo mal sagte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn das so ist, dann ist die phantastische Welt Mittelerde aber &amp;uuml;berhaupt nicht phantastisch. Dann ist sie eben das - ein Kommentar zur Welt, in der wir wirklich leben. Und wenn das auf Mittelerde zutrifft, dann gilt es f&amp;uuml;r die Phantastik insgesamt - sie ist nicht phantastisch, sie handelt mit dem Mittel der Metapher vom realen Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht einfach als spannende Unterhaltung gemeint, wenn in &lt;em&gt;Star Trek&lt;/em&gt; eine Reihe von Folgen die Prime Directive behandelt, dass es der F&amp;ouml;deration verboten ist, in die Geschicke weniger entwickelter Planeten einzugreifen und in diesen Folgen dann gezeigt wird, dass es manchmal mit Nichteinmischung einfach nicht getan ist. So ein Thema erz&amp;auml;hlt viel mehr &amp;uuml;ber Srebrenica, Ruanda und heute Libyen und die Elfenbeink&amp;uuml;ste als von fernen Planeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist auch kein Zufall, dass die High Fantasy in der Regel in vorindustrieller Zeit spielt. In Zeiten also, wo es mit Kn&amp;ouml;pfchendr&amp;uuml;cken nicht getan ist, sondern es auf die mentale St&amp;auml;rke von Individuen ankommt - nicht umsonst wird die St&amp;auml;rke von Magie in fast allen Geschichten von der pers&amp;ouml;nlichen St&amp;auml;rke ihrer Nutzer abh&amp;auml;ngig gemacht. Das sind Tr&amp;auml;ume, &amp;Uuml;berlegungen und Spekulationen &amp;uuml;ber den Wert und Einfluss des Individuums, die wir im als ohnm&amp;auml;chtig erlebten realen Leben stellvertretend ausleben wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, die Phantastik ist nicht phantastisch, sie berichtet auf ganz erhellende Weise von uns und unserem realen Leben. Oder glauben Sie, dass Goethes Gedicht vom &lt;em&gt;Zauberlehrling&lt;/em&gt;, dem sein halbgares magisches K&amp;ouml;nnen &amp;uuml;ber den Kopf w&amp;auml;chst, irgendetwas anderes meint als einen Kommentar auf die menschliche Realit&amp;auml;t abzugeben? Dazu mehr im Fr&amp;uuml;hsommer, wenn mein langer Artikel &amp;uuml;ber dieses Thema im Tagungsband der GFF erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber erst einmal: Einen sch&amp;ouml;nen Tolkien-Lese-Tag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=211190100723598005' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=211190100723598005' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=211190100723598005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=211190100723598005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=211190100723598005' title='Tolkien-Lese-Tag'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-563873056628522105</id><published>2011-03-17T18:39:00.000+01:00</published><updated>2011-03-25T11:39:57.667+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Aktuell und traurig: die Reichweite menschlichen Betragens</title><content type='html'>Die Ereignisse in Japan und Libyen zeigen, wie wahr der alte Spruch des Philosophen Thomas Hobbes ist: &amp;bdquo;Homo homini lupus est, homo homini deus est.&amp;ldquo; Der Mensch ist des Menschen Wolf, der Mensch ist des Menschen Gott &amp;ndash; wenn auch Letzteres eher selten zu beobachten ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber heute schon, wo der Mensch zeigt, zu welcher Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e, welcher Niedertr&amp;auml;chtigkeit und welcher Erb&amp;auml;rmlichkeit er f&amp;auml;hig ist &amp;ndash; gro&amp;szlig; die Helden von Fukushima, niedertr&amp;auml;chtig Gaddafi und seine Schergen, erb&amp;auml;rmlich der entwickelte Westen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kommt mir nicht leicht aus der Tastatur, das Wort vom Helden, aber die F&amp;uuml;nfzig von Fukushima, diese Techniker und Arbeiter, die wissen, dass sie sterben werden &amp;ndash; die es wussten, bevor sie ihre verzweifelte Arbeit begannen &amp;ndash;, das sind Helden. Sie opfern sich f&amp;uuml;r ihre Familien und die Gemeinschaft und zeigen damit, welche Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e der Mensch in der Not zu zeigen imstande ist. Wanderer, kommst Du nach Tokio, so verk&amp;uuml;nde dort, dass du uns hier habest liegen sehen, wie es die Pflicht befahl ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wolfsgesicht ist zur gleichen Zeit in Libyen zu sehen, wo eine Diktatorenfamilie ihr Volk abschlachtet und bald, nach dem Sieg, dazu &amp;uuml;bergehen wird, grausamste Rache an den &amp;uuml;berlebenden M&amp;auml;nnern, Frauen und Kindern zu &amp;uuml;ben. Und werden Saif al Islam und seine Br&amp;uuml;der sich in f&amp;uuml;nf Jahren wieder lachend in Monaco, London und Marbella im Kreise der Reichen und Sch&amp;ouml;nen am&amp;uuml;sieren, ohne dass ihnen jemand etwas nachtr&amp;auml;gt? Wahrscheinlich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn da sind ja noch die Erb&amp;auml;rmlichen, die schlaff und mutlos zwischen Wolf und Gott stehen: die Regierungen des freien Westens, die solange taktieren, bis es niemanden mehr zu retten gibt und die nach einer Schamfrist das mit Blut versetzte &amp;Ouml;l des Diktators kaufen werden. Ein Beispiel werden sie damit gegeben haben, dass all die anderen Lukaschenkos, Mugabes und Ahmadinedschads darin best&amp;auml;rken wird, anders als Mubarak nicht einfach zu verpuffen, sondern auch &amp;uuml;ber einen Leichenteppich zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was der Trauer ob der aktuellen Ereignisse die Krone aufsetzt ist, dass selbst die Helden, nicht nur kein gl&amp;uuml;ckliches Ende finden werden, sondern dass auch all ihre Handlungen umsonst gewesen sein werden. Au&amp;szlig;er, dass sie damit ein Zeichen gesetzt haben. Ein Zeichen daf&amp;uuml;r, wie der Mensch auch sein kann. Aber so war es schon immer, und mehr ist wohl nicht zu erhoffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Update 25.3.]&lt;br /&gt;Sie greifen also doch ein, und weltweit gab es zuerst Zustimmung, doch schon ganz schnell wird kritisiert und nach einer Woche deutet sich an, dass es mit sehr ungewissem Ausgang noch lange dauern wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem war das Eingreifen so richtig, wie es falsch ist, anderswo nicht einzugreifen (Elfenbeink&amp;uuml;ste, bald vielleicht Syrien?). Was wir brauchen ist eine "Zeitenwende" (Darnst&amp;auml;dt, s. Link), die die Menschenrechte &amp;uuml;ber die Staatssouver&amp;auml;nit&amp;auml;t stellt. Was wir brauchen ist ein unter checks &amp; balances stehender Weltpolizist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein guter Artikel dazu steht heute auf &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753031,00.html" rel="external"&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=563873056628522105' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=563873056628522105' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=563873056628522105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=563873056628522105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=563873056628522105' title='Aktuell und traurig: die Reichweite menschlichen Betragens'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-1883508823893552244</id><published>2011-03-11T11:36:00.000+01:00</published><updated>2011-03-11T11:49:18.502+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><title type='text'>Phantastische Artikel gesucht</title><content type='html'>Heute ver&amp;ouml;ffentlichte die &lt;em&gt;Gesellschaft f&amp;uuml;r Fantastikforschung&lt;/em&gt; einen zeitlich nicht befristeten Daueraufruf, wissenschaftliche Artikel, die sich mit dem Thema Phantastik befassen, f&amp;uuml;r das bald erstmalig erscheinende Vereinsjournal, die &lt;em&gt;Zeitschrift f&amp;uuml;r Fantastikforschung&lt;/em&gt;, einzureichen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="gff_cfp" width="682" height="872" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/phantastischeartikelgesucht-gff_cfp.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Beachten Sie bitte, dass die Zeitschrift ab 2011 immer wieder erscheinen wird, und dass Sie deshalb, wann immer Sie ein gutes Thema haben, dieses einreichen k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und haben Sie auch nicht zu hohen Respekt vor der Wissenschaft. Nat&amp;uuml;rlich kann ein akademisches Journal nur Beitr&amp;auml;ge ver&amp;ouml;ffentlichen, die wissenschaftlichen Standards entsprechen. Aber sooo hoch sind die gar nicht, und die paar formalen Anforderungen sind ein Klacks. Was z&amp;auml;hlt, sind Ihre Idee, Ihre These, Ihre Befunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie m&amp;ouml;chten, k&amp;ouml;nnen Sie mich auch gerne kontaktieren und ich berate Sie unverbindlich (und nat&amp;uuml;rlich kostenlos) zu Fragen einer Ver&amp;ouml;ffentlichung in der ZFF.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1883508823893552244' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1883508823893552244' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1883508823893552244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1883508823893552244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=1883508823893552244' title='Phantastische Artikel gesucht'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-6759972086156957818</id><published>2011-02-19T21:38:00.000+01:00</published><updated>2011-02-20T12:37:20.777+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Mit Steinen werfen!</title><content type='html'>Gerade &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwuerfe-gegen-guttenberg-ruecktritt-noe-1.1062318" rel="external"&gt;berichtet die SZ&lt;/a&gt;, dass Edmund Stoiber Herrn Dr. a. D. Guttenberg mit dem biblisch inspirierten Satz zur Seite sprang: "Wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein." Normalerweise nehme ich Fehlerlosigkeit sicher nicht f&amp;uuml;r mich in Anspruch, in diesem Fall aber schon. Und werfe deshalb - nachdr&amp;uuml;cklich und mit echter Wut im Bauch - den Stein in Richtung des Schummelbergs: "Geben Sie den unverdienten Titel ab!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="wurm_drin" width="306" height="408" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/mitsteinenwerfen-wurm_drin.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Es spricht zugebenerma&amp;szlig;en pers&amp;ouml;nlich motivierte Emp&amp;ouml;rung aus mir, denn ich habe, wie die gro&amp;szlig;e Mehrheit aller Doktoranden, meine Arbeit wirklich in jahrelanger m&amp;uuml;hevoller Kleinarbeit geschrieben, statt sie zusammenzukopieren und habe deshalb nicht das geringste Unsicherheitsgef&amp;uuml;hl dabei, aus meinem Glashaus heraus mit dicken Steinen zu werfen. Prof. Fischer-Lescano hat recht, wenn er dies im morgigen &lt;em&gt;Spiegel&lt;/em&gt; als "Verrat an der Wissenschaft und an all den Doktorandinnen und Doktoranden" brandmarkt. Aber es geht um mehr als um diese eine Frechheit des Betrugs an hart arbeitenden WissenschaftlerInnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie genau, warum genau dieser Mann seine 'Dissertation' auf welche Weise zusammenkopiert hat, ist noch nicht klar, aber die Beweise, auf &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746560,00.html" rel="external"&gt;mittlerweile 62 % der Seiten (darunter bspw. ein mehrseitiges bei einem Referenten in Auftrag gegebenes Gutachten)&lt;/a&gt; seiner 'Dissertation', sind unzweifelhaft: Diese Arbeit ist in betr&amp;uuml;gerischer Weise entstanden. Die blo&amp;szlig;e Menge schlie&amp;szlig;t Schusseligkeit schon aus, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwuerfe-gegen-guttenberg-er-hat-es-mindestens-mal-gemacht-1.1062139" rel="external"&gt;Wort-f&amp;uuml;r-Wort-Vergleiche auf Faksimile-Basis, wie von der S&amp;uuml;ddeutschen vorgenommen&lt;/a&gt;, zeigen, dass die Kopien nicht absichtslos eingef&amp;uuml;gt sein k&amp;ouml;nnen und dass diese Kopiervorg&amp;auml;nge als geistige Eigenleistung dargestellt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob nun von des Freiherrn eigener Hand ungeschickt zusammenkopiert oder von Ghostwritern, Referenten oder Praktikanten zusammengestoppelt - eine eigenst&amp;auml;ndige wissenschaftliche Leistung ist das Werk auf keinen Fall. Also ist der Doktortitel obsolet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist in Expertenkreisen, die sich mit Dissertations- und Urheberrecht auskennen, auch vollkommen unumstritten. Interessanter - und fatal! - ist, dass der Doktor a. D. trotzdem noch eine Zweidrittelmehrheit der Bev&amp;ouml;lkerung auf seiner Seite hat, die das alles offenbar l&amp;auml;sslich findet, getreu des Diktums von F. J. Wagner in der BILD: "Macht keinen guten Mann kaputt. Schei&amp;szlig; auf den Doktor."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber er ist eben kein guter Mann.&lt;/em&gt; Das sah man zwar auch schon an seinen bisherigen politischen Schlingerkursen (oder haben Sie geglaubt, der tr&amp;auml;te wirklich wegen Opel zur&amp;uuml;ck?), doch die F&amp;auml;lschung einer Doktorarbeit fokussiert das Licht auf den Charakter des Mannes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Doktorarbeit ist der Nachweis der wissenschaftlichen Leistungsf&amp;auml;higkeit. Wer eine schreibt und sich dabei durch copy &amp; paste oder Ghostwriting ganz bewusst dieser Leistungserbringung entzieht, ist erstens unehrlich und zeigt zweitens, dass ihm die Arbeit, das Durchdenken eines Themas und die intellektuelle Auseinandersetzung vollkommen egal sind, und dass es ihm nur um den Anschein geht. &lt;em&gt;Mehr Schein als Sein&lt;/em&gt; - das ist, was zu Guttenberg mit dieser Arbeit erreichen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalerweise w&amp;uuml;rde schon die nachgewiesene Unehrlichkeit ausreichen, um eine Person f&amp;uuml;r eine Regierungsfunktion zu disqualifizieren, Herr Wagner. Aber fr&amp;uuml;her trat man ja eh leichter zur&amp;uuml;ck. (War das Ehrgef&amp;uuml;hl ausgepr&amp;auml;gter?) Doch dass zu Guttenberg daran scheitert, eine echte Dissertation anzufertigen, zeigt auch seine Unf&amp;auml;higkeit. Er ist kein guter Mann, er sieht nur gut aus ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich jetzt immer wieder lese, und auch pers&amp;ouml;nlich als Antwort zu h&amp;ouml;ren bekomme, ist, dass das doch viele so machen und dass es sich um eine Lappalie handle. Solange er seinen Aufgaben gerecht wird, solle man eben ein Auge zudr&amp;uuml;cken ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ganz entschieden, nein! Soll man nicht. Nat&amp;uuml;rlich gibt es viele Menschen, die betr&amp;uuml;gen oder sich an der Grenze zum Betrug erfolgreich durch die Dinge lavieren. Aber wer erwischt wird, muss fliegen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn was f&amp;uuml;r ein Beispiel wird denn gegeben, wenn Lug und Betrug unsanktioniert bleiben? Mehr Schein als Sein ist immer der einfachere Weg. Aber die Anforderungen in Politik und Wirtschaft - und die Anforderungen im normalen t&amp;auml;glichen Leben; in Schule, Sport, Beruf eines jeden Menschen - verlangen Leistungsf&amp;auml;higkeit zu ihrer Bew&amp;auml;ltigung. Diese  nimmt aber rapide ab, wenn alle so tun wie Herr zu Guttenberg - was beispielsweise Goedart Palm in einem &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34222/1.html" rel="external"&gt;sehr desillusionierenden Artikel&lt;/a&gt; in der &lt;em&gt;Telepolis&lt;/em&gt; hinzunehmen bereit scheint. Palm beh&amp;auml;lt recht, wenn zu Guttenberg bleibt - doch hinnehmen sollte man eine solche Entwicklung nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir die Lehre einsickern lassen, dass man mit "so tun als ob" auch weiterkommt, werden die dann von den scheinbaren ExpertInnen immer unerf&amp;uuml;llbarer werdenden Anforderungen die Gesellschaft &amp;uuml;berw&amp;auml;ltigen und ins Chaos st&amp;uuml;rzen. Zu Recht hei&amp;szlig;t es, wir in Deutschland bes&amp;auml;&amp;szlig;en nur den Rohstoff Mensch - wenn dieser Rohstoff sich nach den zu Googlebergs richtet, haben wir das auch verloren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Presse hat Herr von und zu vor einiger Zeit im Geheimen anvertraut, er wolle in seinem n&amp;auml;chsten Urlaub Platons &lt;em&gt;Staat&lt;/em&gt; lesen. Na das ist mal eine gute Idee - dies gro&amp;szlig;artige Buch &amp;uuml;ber Ethik sei ihm ans Herz gelegt, besonders Seite 361a: "Denn der Gipfel der Ungerechtigkeit ist: gerecht scheinen, ohne es zu sein." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6759972086156957818' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6759972086156957818' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6759972086156957818'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6759972086156957818'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6759972086156957818' title='Mit Steinen werfen!'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-5531107339810467803</id><published>2011-01-07T12:13:00.000+01:00</published><updated>2011-01-07T12:20:11.457+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>Ein tolles 2011!</title><content type='html'>Zur&amp;uuml;ck am Arbeitsplatz! Dann wollen wir dem neuen Jahr mal mit geeigneten Instrumenten zu Leibe r&amp;uuml;cken:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="CIMG1098" width="392" height="374" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/eintolles-cimg1098.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:13px; font-weight:bold; "&gt;Ich w&amp;uuml;nsche Ihnen ein frohes, erfolgreiches, gesundes 2011!&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleiben Sie polyoinos treu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5531107339810467803' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5531107339810467803' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5531107339810467803'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5531107339810467803'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=5531107339810467803' title='Ein tolles 2011!'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-6356041075418466150</id><published>2010-12-14T14:18:00.000+01:00</published><updated>2010-12-14T14:24:06.686+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='inside polyoinos'/><title type='text'>"Fantasy für Fortgeschrittene" ...</title><content type='html'>... so hat der Bayerische Rundfunk ein Interview betitelt, das er mit mir &amp;uuml;ber Definition, Zustand und Zukunft der Fantasy gef&amp;uuml;hrt hat. Es wurde gestern im Rahmen einer Magazinsendung zur Fantasy auf Bayern 3 ausgestrahlt und steht seit heute in der Mediathek im Netz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hmmm, f&amp;uuml;r Fortgeschrittene wohl eher nicht, aber da es gut geschnitten ist, ist es wirklich recht informativ, insbesondere f&amp;uuml;r diejenigen, die das Genre nicht kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie m&amp;ouml;chten, w&amp;uuml;rde ich mich freuen, wenn Sie mal reinh&amp;ouml;ren, in die 5 MInuten, 30 Sekunden, die der BR aus dem halbst&amp;uuml;ndigen Interview gemacht hat: &lt;a href="http://on3.de/element/8912/interview-frank-weinreich-fantasy-fuer-fortgeschrittene" rel="external"&gt;http://on3.de/element/8912/interview-frank-weinreich-fantasy-fuer-fortgeschrittene&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6356041075418466150' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6356041075418466150' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6356041075418466150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6356041075418466150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6356041075418466150' title='&amp;quot;Fantasy für Fortgeschrittene&amp;quot; ...'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-6005358057275820286</id><published>2010-12-10T10:40:00.000+01:00</published><updated>2010-12-10T10:44:45.511+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Mit zweierlei Maß: die Berichterstattung über Liu Xiaobo und WikiLeaks</title><content type='html'>Komische Medien diese Woche: Julian Assange von WikiLeaks wird trotz v&amp;ouml;llig unklarer juristischer Grundlage ins Gef&amp;auml;ngnis geworfen und der Bl&amp;auml;tterwald rauscht erleichtert. Heute kann der zu Unrecht im Gef&amp;auml;ngnis einsitzende Menschenrechtsaktivist Liu Xiaobo seinen Friedensnobelpreis nicht entgegennehmen, und die Medien klagen. Dass sie klagen, ist rechtens, n&amp;ouml;tig und sehr zu begr&amp;uuml;&amp;szlig;en. Warum sie aber &amp;uuml;ber den heftigen Schlag gegen WikiLeaks erleichtert sind, ist schwer zu verstehen. Weshalb wird mit zweierlei Ma&amp;szlig; gemessen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst dr&amp;auml;ngt sich nat&amp;uuml;rlich der Gedanke auf, dass Liu Xiaobo gegen ein erwiesenes Unrechtsregime besch&amp;uuml;tzt werden muss, w&amp;auml;hrend die etablierten Medien den Rechtsstaaten USA, Gro&amp;szlig;britannien und Schweden einen Vertrauensvorschuss geben und den &amp;lsquo;Geheimnisverrat&amp;rsquo; WikiLeaks auf &amp;lsquo;verantwortungsvolle Weise&amp;rsquo; kritisch beurteilen m&amp;uuml;ssen. Doch das ist es meiner Meinung nach nicht allein und wahrscheinlich nicht einmal zuerst. Vielmehr geht es gerade in diesem Fall darum, Besitzst&amp;auml;nde zu wahren und den gesellschaftlichen Diskurs unbedingt so weiterf&amp;uuml;hren zu wollen, wie er schon immer (seit knapp hundert Jahren - ha ha ha) ablief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liu Xiaobo ist ein klassischer Demonstrant in der Nachfolge vieler anderer gro&amp;szlig;er Menschen, wie etwa seines Vorg&amp;auml;ngers Carl von Ossietzky, dessen Schicksal er vielleicht wird teilen m&amp;uuml;ssen. Klassische Demonstranten aber sind ein sehr sch&amp;ouml;ner, weil einfacher Fall f&amp;uuml;r die etablierten Medien. Klassische Demonstranten und deren Anliegen kann man n&amp;auml;mlich wunderbar begleiten - wahlweise sympathisierend, aufr&amp;uuml;ttelnd und ermunternd, wenn es opportun ist, aber auch durch Verschweigen, Marginalisieren und L&amp;auml;cherlichmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WikiLeaks (es geht nicht um Assange, es geht um WikiLeaks!) aber kann man nicht so einfach begleiten, denn das Erscheinungsbild und die Aussagen von Wikileaks unterliegen nicht mehr der Steuerung durch die etablierten Medien. WikiLeaks spricht auf uninterpretierte Weise selbst, und das ist etwas, was die publizierende Meinung nicht gerne hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wird sich aber dran gew&amp;ouml;hnen m&amp;uuml;ssen - zumindest wenn die Welt so gl&amp;uuml;cklich ist, weiter freie Publikationskan&amp;auml;le zu besitzen (die Privatisierung des Internets in gro&amp;szlig;e, zentral steuerbare Plattformen wie Facebook, Google und andere macht Sorgen). Wenn die freien Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erungsm&amp;ouml;glichkeiten aber so bleiben, wie sie sind, dann ist es mit der gem&amp;uuml;tlichen Ruhe der bisherigen Meinungsmacher vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nat&amp;uuml;rlich schreien sie auf - wie gerade jetzt - und gemahnen daran, welch potentielle Gefahr doch in der unreflektierten Publikation brisanter Themen stecke und bezweifeln, dass der pl&amp;ouml;tzlich publizierende &amp;lsquo;Laie&amp;rsquo; &amp;uuml;ber die Sachkenntnis und das Verantwortungsgef&amp;uuml;hl verf&amp;uuml;ge, das seine Publikationst&amp;auml;tigkeit erfordert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, die Sachkenntnis kommt bei den Graswurzel-Publizisten in der Regel schon daher, dass sie meist aus den Bereichen berichten, in denen sie leben und arbeiten. Fehler unabsichtlicher wie absichtlicher Art werden zudem schnell aufgedeckt, denn Zweit-, Dritt- und Viertexperten lesen immer mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was das Verantwortungsgef&amp;uuml;hl angeht, so hoffe ich doch, dass die publizierenden &amp;lsquo;Laien&amp;rsquo; sich diesbez&amp;uuml;glich nicht gerade die Medienprofis von RTL, SAT1 und BILD-Zeitung zum Vorbild nehmen, sondern bessere Ma&amp;szlig;st&amp;auml;be anlegen. Zudem ist das Graswurzel-Ph&amp;auml;nomen von st&amp;auml;ndigem Austausch und kollaborativer Arbeit gekennzeichnet, die Zirkel bilden, in denen Verantwortung immer mitdiskutiert wird. Das ist nicht fehlerfrei, steht dem Verantwortungsgef&amp;uuml;hl der professionellen Redaktionskonferenz jedoch nicht nach und der einsam getroffenen Verlegerentscheidung schon mal gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn also diese Woche mit zweierlei Ma&amp;szlig; &amp;uuml;ber Liu Xiaobo und WikiLeaks berichtet wird, so hat das auch damit zu tun, dass es um Macht geht, um Meinungsmacht. Und die l&amp;auml;sst man sich auch im liberalen Westen ungern wegnehmen. Muss man aber zulassen, denn die freie Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erung gilt f&amp;uuml;r alle, nicht nur f&amp;uuml;r die &amp;lsquo;Profis&amp;rsquo;. Dann k&amp;ouml;nnen wir auch gemeinsam f&amp;uuml;r Liu Xiaobo und WikiLeaks schreiben, denn die schreiben auch f&amp;uuml;r uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6005358057275820286' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6005358057275820286' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6005358057275820286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6005358057275820286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=6005358057275820286' title='Mit zweierlei Maß: die Berichterstattung über Liu Xiaobo und WikiLeaks'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-4772898909316070927</id><published>2010-12-08T17:17:00.000+01:00</published><updated>2010-12-08T18:23:44.745+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Die WikiLeaks-Herausforderung</title><content type='html'>WikiLeaks hat zigtausende Dokumente ver&amp;ouml;ffentlicht, die ein hochinteressantes Licht auf die Art und Weise werfen, wie internationale Beziehungen wirklich funktionieren. Mehr ist seitens WikiLeaks nicht passiert; kein Geheimnisverrat, keine Spionage, kein echter Schaden, obwohl ihnen genau das vorgeworfen wird. Und man eine Hexenjagd auf Julian Assange anstellt, die jetzt auf h&amp;ouml;chst gef&amp;auml;hrliche Weise ausgedehnt wird. Denn mit Assange ist es nicht getan. Jetzt zeigt die Politik, wenigstens die amerikanische, aber die europ&amp;auml;ischen Regierungen d&amp;uuml;rften nachziehen, worauf sie wirklich hinauswill - auf die Abschaffung der Pressefreiheit. Denn nichts anderes steht hinter dem Versuch &lt;a href="http://www.golem.de/1012/79987.html" rel="external"&gt;Senator Liebermans, nun sogar die New York Times zu kriminalisieren&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Assange ist jetzt dran und wird wohl nicht mehr davor zu bewahren sein, auf immer in irgendwelchen Gef&amp;auml;ngnissen zu verschwinden. (Wir regten uns vor ein paar Jahren dar&amp;uuml;ber auf, wie Putin seinen Kritiker Chodorkowski in bester Tyrannenmanier ins Gef&amp;auml;ngnis werfen lie&amp;szlig;; jetzt tun die USA das gleiche und ehemals politisch-freiheitlich vorbildliche europ&amp;auml;ische Nationen wie Gro&amp;szlig;britannien und Schweden helfen dabei, pfui!) Dabei hat Assange nichts anderes gemacht als das, was die &lt;em&gt;New York Times&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Der Spiegel&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;The Guardian&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;El Pais&lt;/em&gt; in der selben Angelegenheit auch machen: Er hat Material von &amp;ouml;ffentlichem Interesse ver&amp;ouml;ffentlicht, das ihm aus authentischer Quelle zugespielt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was f&amp;uuml;r ein Schaden wurde denn angerichtet? Sollte wirklich jemand geglaubt haben, dass die Diplomaten und Politiker in ihren eigenen Zirkeln und untereinander &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; so miteinander &amp;uuml;ber einander reden, wie die ver&amp;ouml;ffentlichten Depeschen es jetzt zeigen, so wird ihm diese Naivit&amp;auml;t jetzt hoffentlich ausgetrieben worden sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und alles andere ist Propaganda. Nat&amp;uuml;rlich wusste Westerwave vorher, dass die internationalen Mitdiplomaten ihn f&amp;uuml;r unf&amp;auml;hig halten. Nat&amp;uuml;rlich wusste Ahmadinedschad vorher, das K&amp;ouml;nig Abdullah ihn gerne tot s&amp;auml;he. Einzig Berlusconi d&amp;uuml;rfte zu notgeil sein, um die Realit&amp;auml;t wahrzunehmen. Und unsere Kanzlerin d&amp;uuml;rfte sich durch den Beinamen "Teflon" noch geschmeichelt f&amp;uuml;hlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich der eine oder andere jetzt oder in Zukunft publikumswirksam &amp;uuml;ber den einen oder anderen erregen wird, so dient dies nur dazu, eben diesem Publikum in der Hoffnung eine Show zu liefern, dass es sich von den eigentlich allseits bekannten Vorw&amp;uuml;rfen nur aus dem Grund beeindrucken l&amp;auml;sst, weil sie mit dem Hinweis auf angeblich geheime Meinungen und Erkenntnisse untermauert werden. Propaganda eben! Propaganda, die sich auf WikiLeaks und Assanges Arbeiten st&amp;uuml;tzt, die sich in nichts von anderen journalistischen Arbeiten unterscheiden. (&lt;a href="http://www.theaustralian.com.au/in-depth/wikileaks/dont-shoot-messenger-for-revealing-uncomfortable-truths/story-fn775xjq-1225967241332" rel="external"&gt;Hier ein aktueller Artikel von Assange selbst, der genau das eindringlich schildert&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="IMG_6573" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/img_6573.jpg" width="357" height="238"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:11px; "&gt;WikiLeaks&amp;acute;Zukunft?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align:left;"&gt;Auf die gleiche Art, wie nun die diplomatischen Berichte der USA, flogen n&amp;auml;mlich F-J. Strau&amp;szlig;ens Lockheed-Verstrickungen auf, wurde Watergate publik gemacht, gelangten zahllose andere politische Skandale ans Licht der &amp;Ouml;ffentlichkeit. Genau das versuchte Chodorkowski in Russland und wurde von einer &lt;em&gt;ab&lt;/em&gt;h&amp;auml;ngigen Justiz erledigt. Letzteres, so stellt es sich heute dar, ist nun wohl auch bei uns m&amp;ouml;glich, wenn sich der Vorsitzende des Heimatschutzausschusses der USA nun traut, gegen das publizistische Flaggschiff des Landes mobil zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was tun? Sicher nicht Mastercard oder Paypal mit DoS-Attacken &amp;auml;rgern, denn das bringt genauso viel wie Eric Cantonas gestriger Versuch, mit Hilfe von ein paar Dutzend Fans, die ihr Geld abhoben, die franz&amp;ouml;sischen Banken in den Ruin zu treiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dann? Weiterschreiben, weiterpublizieren, weiterhin Informationen bereit halten, wie es die wunderbaren Unterst&amp;uuml;tzer von Wikileaks machen, &lt;a href="http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fnetzwelt%2Fnetzpolitik%2F0%2C1518%2C732973%2C00.html&amp;h=910f6" rel="external"&gt;die das Archiv mittlerweile so im Netz verteilt haben, dass es auch die USA nicht mehr rausbekommen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IT ist Gefahr, viel mehr aber noch Chance f&amp;uuml;r die Freiheit. Jedes Blog, jeder kleine Twitter-Zweizeiler, ja jeder Klick auf Facebooks "Gef&amp;auml;llt mir"-Button, der sich den Themen Meinungs- und Pressefreiheit widmet, hilft, f&amp;uuml;r die Themen zu sensibilisieren, hilft, das Nachdenken zu f&amp;ouml;rdern, hilft, andere Menschen zu aktivieren. Eine andere (ethisch saubere) M&amp;ouml;glichkeit haben wir nicht. Das Maul nicht aufzumachen, bedeutet, dass wir irgendwann alle wie unter chinesischer Zensur leben werden. Auch in den USA, auch hierzulande. Das zu verhindern, ist die Wikileaks-Herausforderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4772898909316070927' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4772898909316070927' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4772898909316070927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4772898909316070927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=4772898909316070927' title='Die WikiLeaks-Herausforderung'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6215728839868214518.post-3203695233441573168</id><published>2010-11-28T15:31:00.000+01:00</published><updated>2010-11-28T17:54:37.679+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meinung'/><title type='text'>Keine Angst (mehr!) vor Tzvetan Todorov</title><content type='html'>Wer sich theoretisch mit der Phantastik befasst, stolpert einerseits zwangsl&amp;auml;ufig &amp;uuml;ber Tzvetan Todorovs Theorie der Phantastik, andererseits h&amp;ouml;rt man auch aus berufenem Expertenmund immer wieder: "M&amp;uuml;ssen wir uns denn wirklich noch mit Todorov befassen?" Ja, muss man noch; das, und warum das, zeigt Simon Spiegels neustes Buch, das einen sch&amp;ouml;nen neuen Zugang zu dem bekannten und bekanntlich schwer verdaulichen Theoretiker er&amp;ouml;ffnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich bei einer literaturwissenschaftlich orientierten Sichtweise auf die Phantastik in der Tat mit Todorov befassen, denn vor allem die Herangehensweise ist wichtig, um die literaturwissenschaftliche Diskussion zu verstehen. (Oder nein, muss man nicht unbedingt, Uwe Dursts &lt;em&gt;Theorie der phantastischen Literatur&lt;/em&gt;, LitVerlag 2010, ist aktueller, umfangreicher und besser - aber genauso schwer zu verstehen.) Zum Gl&amp;uuml;ck kann man sich Todorov jetzt aber viel einfacher n&amp;auml;hern, denn der Wissenschaftler und Journalist &lt;a href="http://www.simifilm.ch/" rel="external"&gt;Simon Spiegel&lt;/a&gt; hat eine exzellente Einf&amp;uuml;hrung in Todorovs Werk geschrieben, das die Originallekt&amp;uuml;re zwar nicht ersetzt, aber sie auch f&amp;uuml;r den Fachfremden so aufschl&amp;uuml;sselt, dass man Todorov nun folgen und ihn angemessen im Theoriekanon verorten kann: &lt;strong&gt;Simon Spiegel: &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Theoretisch Phantastisch. Eine Einf&amp;uuml;hrung in Tzvetan Todorovs Theorie der phantastischen Literatur&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;. Murnau: p.machinery 2010&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies behaupte ich auch auf die Gefahr hin, dass Todorov-Fans bzw. Vertreter der strukturalistischen Denkschule das ganz anders sehen m&amp;ouml;gen, denn Spiegel geht sehr kritisch mit Todorov um (Tzvetan Todorov: &lt;em&gt;Einf&amp;uuml;hrung in die fantastische Literatur&lt;/em&gt;, Ullstein 1972; nur noch antiquarisch auf Deutsch erh&amp;auml;ltlich, aber problemlos in Englisch, Franz&amp;ouml;sisch zu erwerben). Vielleicht ist kritisch aber auch das falsche Wort, denn Spiegel zeigt die durchaus vorhandenen positiven, weil erkenntnisf&amp;ouml;rdernden Seiten von Todorovs Theorie der Phantastik auf, und ordnet sie dann, methodisch sauber, in das Gesamtgef&amp;uuml;ge der m&amp;ouml;glichen Literaturbetrachtungen ein; eine Einordnung, bei der Todorov dann aber manche Feder l&amp;auml;sst, denn Spiegel kann schl&amp;uuml;ssig zeigen, dass die Theorie der Phantastik einen ziemlich engen Geltungsbereich hat und ganz viele Fragen, die sich dem Publikum phantastischer Werke stellen, gar nicht beantworten kann (aber auch nicht beantworten will).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Todorov ist Strukturalist, was hei&amp;szlig;t, dass er sein Untersuchungsgebiet anhand struktureller Merkmale und g&amp;auml;nzlich innerhalb des Untersuchungsgebiets verbleibend betrachtet: Es z&amp;auml;hlt das Buch/der Film als solcher, sonst nix. Die phantastische Literatur hat so besehen beispielsweise keinen Bezug zur Realit&amp;auml;t. Das ist etwas ganz anderes als das, was Sie etwa auf diesen Seiten lesen k&amp;ouml;nnen - mich interessiert, in welchem Verh&amp;auml;ltnis zur Realit&amp;auml;t die Phantastik steht, und was man aus ihr lernen kann. F&amp;uuml;r den Strukturalisten gibt es auch keine gute oder schlechte Literatur, nur Literatur mit bestimmten Merkmalen - der Struktur -, die eine Zuordnung erlauben. Der Strukturalist enth&amp;auml;lt sich damit jeglicher Interpretation - was darin begr&amp;uuml;ndet ist, dass Interpretationen nicht objektivierbar sind, und damit einen nicht unproblematischen wissenschaftlichen Charakter haben. Das ist auch alles wissenschaftlich sehr sauber, wenn man es durchhalten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann man auch alles bei Todorov selbst lesen, aber es hilft ungemein, wie Spiegel das herausarbeitet. Und damit gleichzeitig herausarbeitet, dass selbst Todorov  gro&amp;szlig;e Schwierigkeiten hat, dem hohen Anspruch gerecht zu werden. Dauernd kommt es n&amp;auml;mlich doch zu Vergleichen oder Beziehungen von Literatur und Realit&amp;auml;t sowie zu wertenden Einlassungen. Das d&amp;uuml;rfte auch kaum zu vermeiden sein, denn - das steht so nicht bei Spiegel, aber ich empfinde es so - ein wirklich sortenreiner Strukturalismus, stellt nichts weiter als die Konstruktion von Schubladen dar. Schubladen aber eignen sich nur zum Verstauen von Dingen, wir wollen jedoch mit der Phantastik umgehen (lernen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was an der Phantastik interessiert, ist doch beispielsweise die alte Frage: Was will der Autor damit sagen/erreichen? Oder es geht darum, warum die Science Fiction in den Vierzigern und F&amp;uuml;nfzigern boomte, warum sie in den Sechzigern und Siebzigern so kritisch wurde und wieso die Fantasy gerade jetzt ein Allzeithoch zu haben scheint. Oder eben, welche B&amp;uuml;cher und Filme gut sind. Oder was die Faszination der Phantastik ausmacht. Das interessiert aber aus strukturalistischer Sicht alles nicht beziehungsweise es ist ein Tabu, denn hier wird es interpretatorisch, und interpretieren darf der Strukturalist nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Spiegel das sehr sch&amp;ouml;n herausgearbeitet hat, kann er auch deutlich machen, was hinter den - na ja, ich sage mal eigenwillig -, was hinter den eigenwilligen Kategorien der Phantastik bei Todorov steckt. Die reine Phantastik macht Todorov ja beispielsweise daran fest, dass sie ein Schwebezustand sei, in dem unentscheidbar ist, ob Geschehnisse nat&amp;uuml;rliche oder &amp;uuml;bernat&amp;uuml;rliche Ursachen haben. Eine so verstandene Phantastik trifft nat&amp;uuml;rlich auf sehr enge Grenzen und hat insbesondere mit aktueller phantastischer Kunst nicht viel zu tun. Aber auch das arbeitet Spiegel sehr sch&amp;ouml;n heraus, wenn er auf den eingeschr&amp;auml;nkten, von Todorov zugrundegelegten Kanon verweist, und dass die G&amp;uuml;ltigkeit von Todorovs &amp;Uuml;berlegungen in besonderem Ma&amp;szlig;e zeit- und werkabh&amp;auml;ngig ist. (Was die Auswahl im &amp;Uuml;brigen auch zu einer sehr subjektiven Angelegenheit macht; nee, dat wird vorne und hinten nix mit der Objektivit&amp;auml;t, Leute.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gr&amp;ouml;&amp;szlig;te St&amp;auml;rke f&amp;uuml;r den interessierten Laien ist aber Spiegels Dechiffrierung der literaturwissenschaftlichen Sprechweisen und Codes von Todorov und einschl&amp;auml;gigen anderen Autoren. In "Theoretisch Phantastisch" wird alles auf eine klare Sprache heruntergebrochen; eine Ausdrucksweise, die ich pers&amp;ouml;nlich f&amp;uuml;r die einzig wahre halte, w&amp;auml;hrend der sonstige Wissenschaftssprech, gerade in den Kulturwissenschaften, f&amp;uuml;r mich mehr mit standesd&amp;uuml;nkelhaften Ausgrenzungsversuchen zu tun hat als mit den Erfordernissen einer schwierig zu umschreibenden Materie. Ein Beweis, dass das geht, ist Spiegels Buch. Das kann manchmal, gerade auf den ersten Seiten, wenn man sich noch hineinliest, ein bisschen herablassend wirken, ist aber keinesfalls so gemeint. Spiegel zeigt damit viel eher, dass er sein Publikum ernst nimmt und verstanden werden will. F&amp;uuml;r mich ist der Stil jedenfalls beispielhaft, und ich werde versuchen, mich selbst noch mehr in diese Richtung zu entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;Uuml;brigens ist &lt;em&gt;Theoretisch Phantastisch&lt;/em&gt; auch sehr sch&amp;ouml;n ausgestattet, mit &amp;uuml;bersichtlichem Layout, hilfreichen Marginalien und dezenter Bebilderung. Besonders hervorzuheben sind die sch&amp;ouml;nen Zeichnungen von molosovsky (etwa das Titelbild, s. u.), Portr&amp;auml;ts, in dem gleichen Stil, wie sie auch seine Website schm&amp;uuml;cken: &lt;a href="http://molochronik.antville.org/" rel="external"&gt;molochronik.antville.org/&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="text-align:center;"&gt;&lt;img class="imageStyle" alt="cover_spiegel" src="http://www.polyoinos.de/blog/start_files/cover_spiegel.jpg" width="398" height="398"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3203695233441573168' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3203695233441573168' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3203695233441573168'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3203695233441573168'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.polyoinos.de/blog/start.php?id=3203695233441573168' title='Keine Angst (mehr!) vor Tzvetan Todorov'/><author><name>Dr. Frank Weinreich</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09129017295292208996</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.loghound.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_8kCPaSBpogo/S8VloTUjW2I/AAAAAAAAAW4/KxeVmqp2150/S220/frank_ringcon06_6_1000x15000.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>